Endet Rhesi in einer Katastrophe?
Das Thema Hochwasserschutz ist aktueller denn je, wenn man die Gewalt eines Hochwassers und die riesigen Verwüstungen ganzer Ortschaften in Deutschland und Österreich sieht. Die Renaturalisierung des Rheins wird zur Zeit in einer Versuchshalle in Dornbirn simuliert. Beide nachgebauten Abschnitte mussten bei Hochwassersimulation wegen tiefer Unterspülungen (bis zu zehn Meter!) abgebrochen werden. Die Besucher sahen nur das trockene Flussbett. Ein Fachmann der Rhesi-Planer sagte: „Zur Zeit sind nur die Eisenbahnbrücke Lustenau/St. Margarethen und die in Bau befindliche Brücke Hard/Fußach Rhesi tauglich. Alle anderen Brücken nicht.“ Wenn man mit älteren Leuten redet, die schon viele hohe Wasserstände erlebt haben, ist es unverständlich, das ein Bauwerk, das uns fast 100 Jahre vor Hochwasser bewahrt hat, abgebrochen wird. Etwas, das sich so lange bewährt hat, gehört verbessert (Rheinvorländer ausgebaggert, evtl. die Dämme verstärkt und erhöht) anstatt einem Totalumbau, welcher bis jetzt laut Versuchsmodell nicht funktioniert. Auch können die Rheinvorländer weiter bewirtschaftet werden. Erholungsräume in einem steinigen Flussbett kann ich mir nicht vorstellen. Solche haben wir alle paar Kilometer vom Bodensee, Bruggerloch, Alten Rhein, Rheinauen, Baggerlöcher usw. Ich bitte die Fachleute, dieses Rhesi-Projekt nochmals zu überdenken und die Courage zu haben, es zu stoppen.
Werner Hagen, Lustenau