Bei 1,5 Mrd. Euro wird’s nicht bleiben
Woher nehmen, wenn nicht stehlen. Dieser alte Spruch kommt einem in den Sinn, wenn man sieht, wie unsere Politiker mit dem Geld des Steuerzahlers rechnen. Wenn wir nur mal 500 km einen Kreis ziehen und die Großbauprojekte anschauen, so wird und wurde bei keinem die Finanzierung eingehalten. Als Beispiel bei uns gibt’s den Achraintunnel und etwas weiter weg Stuttgart21, wo von Anfangs 2,8 Mrd. nun bis zu 10 Mrd. die Rede ist. Die Städte, Gemeinden und Länder stehen mit dem Rücken zur Wand und der Steuerzahler, der nun die Pandemie zu berappen hat, soll nun auch noch für Wunschträume aufkommen. Wieder einmal geht es darum, die Bregenzer Innenstadt zu vergolden, während der Stadtteil Rieden –Vorkloster mit seinen Problemen einfach ignoriert wird. Immer mehr Siedlungsbau, aber keine Infrastruktur dazu. Der Verkehr rollt zu Tausenden über Gassen und das wird noch mehr werden, wenn man von den Plänen hört, die Montfortstraße zur Begegnungszone zu machen. Dann ist die Elektra und der Funkenbühel die einzige Verbindung zwischen der Rhein- und der Arlbergstraße. Na bravo. Dieses Projekt kommt um 30 Jahre zu spät und ist nur mit großen Opfern finanzierbar.
Günther Baur, Bregenz