Abgehobene
Wirtschaftskammer

Leserbriefe / 25.06.2021 • 21:17 Uhr

Erstmals in der Wirtschaftsgeschichte hat unsere Regierung unnötigerweise und sogar verhängnisvoll ganze Klein- und mittelständische Betriebe stillgelegt, ihnen Dienstleistung oder Waren-Produktion verboten und dadurch die unternehmerische Leistung durch die Lockdowns abgedreht. Speziell Ein-Personen-Unternehmen haben die geringsten Reserven, können am wenigsten durchhalten und müssen zu Tausenden nun aufgeben. Wie reagiert die glorreiche Wirtschaftskammer Vorarlberg dazu aktuell? Man erhöht einfach die Zwangs-Grundumlage um 29 (!) Prozent. Als Begründung wird angegeben: „Zur Fassung der Grundumlagenbeschlüsse hat es eine gesetzliche Änderung gegeben. Daher mussten verschiedene Berufszweige zusammengefasst und der Betrag vereinheitlicht werden, wodurch es zu Erhöhungen gekommen ist.“ Die türkise Regierung und die WKO sind nicht mehr zu retten! Da bleibt nur noch Ironie: Was ist der Unterschied zwischen Wirtschaftskammer und katholischer Kirche? Aus der Kirche kann man austreten.

Dietmar Gasser, Wolfurt