Bock geschossen?
Zum Leserbrief „Quo vadis, Austria Lustenau?“ von Willibald Nigsch, VN vom 10. 6. 2021:
Das werfen Sie der Landesregierung in Ihrem Leserbrief in Bezug auf Austria Lustenau vor. Leider haben Sie in Ihrem Leserbrief Böcke geschossen. Tatsache ist, dass die Austria im vergangenen Geschäftsjahr einen positiven Jahresabschluss erzielt hat. In welche Lage hat sich der Verein aus eigener Schuld gebracht? Dem ehemaligen Präsidenten wurde nicht der Laufpass gegeben, sondern er ist 2019 nach 22-jähriger (nicht mehr als 30-jähriger) Tätigkeit trotz Wiederwahl zurückgetreten. Mit Desaster durch die Besserwisser meinen Sie wahrscheinlich die Lizenzierugsprobleme, verursacht durch die auch aufgrund von Corona verzögerte Projektrealisierung des Stadions. Land und Gemeinde haben dafür schon vorher unter Präsident Nagel Mitfinanzierungszusagen gegeben. Die Bundesliga fordert schon seit mehreren Jahren ein neues Stadionprojekt für die Lizenzerteilung und hat für das neue Lizenzansuchen jegliche Kulanz für die Projektverzögerung vermissen lassen.
Auch wurden Verein als Pächter und Gemeinde als Eigentümer von Anrainer(inne)n laufend mit gericht-lichen Klagen bezüglich Flutlicht und Lärm eingedeckt. Weiters spielt das unmittelbar angrenzende Projekt Rhesi eine Rolle. Eine Realisierung des Stadionprojekts in Holzbauweise würde auch viel regionale Wertschöpfung bringen. Bar jedes Wahrheitsgehalts unterstellen Sie der Austria ein Armutszeichen, weil sie sportlich abgestiegen wäre. Wie wäre das möglich bei drei potenziellen Absteigern und dem erzielten viertletzten Tabellenplatz?
Mag. Kurt Riedmann, Lustenau