In der Schublade von Landesrat Rauch?
Die Themen meiner mehrjährigen Kontaktnahmen zu diesem grünen Politiker könnten in seiner Schublade gelandet sein. Die vorgebrachten Anliegen betrafen zum einen das Radwegnetz im Leiblachtal, insbesondere im Ortszenturm von Hörbranz, wo das Radfahren lebensgefährlich ist, und zum anderen die Fahrzeugemissionen auf der stark ansteigenden Autobahn-Teilstrecke A 96 zwischen Staatsgrenze und Weissensberg. Auf letzterem Autobahnabschnitt gibt es kein Geschwindigkeitslimit, was die Raser aus dem Dreiländereck mit Beendigung der hiesigen Geschwindigkeitsbegrenzungen veranlasst, sich auf dem Gaspedal Luft zu verschaffen. Wie hoch dabei der Treibstoffverbrauch auf dieser Steilstrecke klimawirksam ansteigt, kann jeder auf seinen Armaturen ablesen. Die benachbarten Lindauer Politiker scheinen mit Westwindlage zu kalkulieren und die stark betroffene Leiblachtaler Bevölkerung echauffiert das nicht. In der Theorie zeigt sich der grüne Mobilitäts-Landesrat bei persönlichen Kontaktnahmen dieser beiden Probleme sehr bewusst. Aber in der Praxis beruhigt er hinsichtlich des hiesigen Radwegausbaus stets damit, dass die Sache laufe, und in gleicher Weise zu den benachbarten Autobahn-Emissionen, zumal seine Gespräche mit München über eine 80-km/h-Beschränkung ohnehin (seit Jahren) laufen würden.
Dr. W. Loacker, Hörbranz