Achtalweg – ein Juwel erhaltenswerter Natur
Ich bin in Wolfurt aufgewachsen und an der Bregenzer Ach groß geworden. Seit der Einstellung des Bahnbetriebes benütze ich den Achtalweg regelmäßig. Bei all meinen Begegnungen habe ich dieses besondere Naturjuwel jedes Mal sehr genossen. So viel zur romantischen Seite meiner Erinnerungen. Jeder Euro in die Fahrradinfrastruktur investiertes Geld ist sinnvoll. Egal ob im unteren Rheintal oder sonst wo. Eine Fahrradanbindung in den Bregenzerwald ist notwendig. Muss das durch eine weitere Erschließung des Achtalweges für Fahrräder sein? Dieses Naturjuwel sollte erhalten bleiben, begehbar für Fußgänger, Naturliebhaber! Heute, wo sich die Mobilität durch E-Bikes in einem starken Wandel befindet, und das Limit nicht mehr unsere eigene Leistungsfähigkeit, sondern die Reichweite des Batteriespeichers ist, sollten wir uns überlegen, ob es nicht andere, sichere Anbindungsmöglichkeiten in den Bregenzerwald gibt. Wie wäre es mit einer Anfahrt über Wolfurt und das schöne Buch, oder über die nur teilgenutzte Schwarzachtobelstraße durch Alberschwende (geplante Verkehrsberuhigung durch Umfahrung)? Eine Einmündung in den ausgebauten Achtalweg wäre bei beiden Varianten möglich. Nicht zuletzt gibt es den Modellversuch mit Öffis mit Fahrradanhängern. Muss es immer die schnellste und bequemste Lösung sein? Ich wünsche mir, dass zur aktuellen Machbarkeitsstudie auch Alternativen seriös untersucht werden.
Martin Köb, Bregenz