Taubenabschuss
in Bregenz
Die Leserbriefschreiberin, Frau Calzone aus Feldkirch, kann als Tierliebhaberin das Fütterungsverbot in ihrer Stadt mit guter Begründung auch nicht verstehen. Viel grausamer ging da die Stadt Bregenz mit diesen friedlichen und unschuldigen Vögeln um. Sie wurden einfach im Dezember im Thurn und Taxis-Park im Schwarm fliegend oder am Ast sitzend abgeschossen. Der Täter wurde einmal bei frischer Tat ertappt und legte einen Ausweis der Stadt vor. Wie jedem einigermaßen Rechtskundigen klar, wurde hier massiv gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Die Anzahl der Tauben reduzierte sich daher im Dezember von ca. 140 (ohnedies relativ wenig) auf 90 – 100. Dies ergaben Zählungen des Tierschutzvereines. Durch die Aktionen verblieb nur noch ein Bruchteil der Vögel im bisherigen Habitat im Park, wobei die anderen ins Stadtzentrum zogen. Und gerade dort wollten bestimmte Herren des Rathauses die Population verringern. Der Tierschutzverein versucht nun, die Vögel in kleineren Schritten in ihre ursprüngliche Unterkunft, den Park, zurückzuholen, wo sie seit Jahrzehnten weder Verschmutzung noch starke Vermehrung verursachen. Beim Recherchieren im Internet findet man mehrere Städte, die ihr Taubenproblem lösen bzw. gelöst haben. Aber nirgendwo wurde an die barbarische Lösung des Tötens gedacht. Man beachte hierbei das Augsburger Modell.
Walter Weider, Bregenz