Achtal – Tal mit
Widersprüchen

Leserbriefe / 09.03.2021 • 16:59 Uhr

Dank den VN kommt jetzt Bewegung in das Thema Achtalweg (Anschluss Kennelbach–Doren). Mit wem immer man redet, es ist ein Tal mit Widersprüchen. Bei den einen machbar, bei den anderen nicht. Die einen bringen Natura2000 ins Spiel, die andern die geologischen Verhältnisse. Die Politik hat naturgemäß auch die Kosten im Fokus. Ist es von Kennelbach taleinwärts noch ein verwahrloster Trampelpfad, öffnet sich nach Doren ein Vorzeige-Radweg erster Klasse. Also ein zweigeteiltes Tal. Ausgerechnet der verwahrloste Teil wurde zum Schutz der biologischen Vielfalt zum Natura2000-Schutzgebiet erklärt. Die geologischen Verhältnisse mit all den Rutschungen in diesem Abschnitt sind nicht zuletzt auch der Verwahrlosung in den vergangenen Jahrzehnten geschuldet. Das Bähnle fuhr immerhin 80 Jahre durch dieses Tal. Natura2000 und die Geologie sind es also, die hier ausschlaggebend sind und immer wieder als Argument vorgeschoben werden. Die Kosten können es nicht sein! Der geradezu musterhafte Radweg Doren–Egg kostete vier Millionen. Die Radoffensive im Rheintal kostet 62 Millionen. Da stimmt doch etwas nicht! Gerade im Hochwasserschutz und in der Wildbachverbauung hat Vorarlberg seine Vorreiterrolle schon gezeigt. Auch Hangstabilisierungen sind für unsere Ingenieure nicht neu. Nachdem die beiden Tunnels jetzt für Wanderer repariert werden, sehe ich doch auch für einen Radweg Licht am Ende der Tunnels.

Tone Schneider, Klebern, Egg