Radschnellwege
Zum Leserbrief „Herr Landesrat Johannes Rauch!“ von Regine Hartlieb, VN vom 16.2.21:
Es freut mich zu lesen, dass Sie viel Rad fahren. Das tun immer mehr Vorarlbergerinnen und Vorarlberger immer häufiger, und das soll so weitergehen! Viele fahren erst, wenn das Fahren direkt, unkompliziert, schnell und möglichst sicher erscheint. Das sehen wir überall dort, wo es bereits direkte und breite Radschnellwege gibt: Wer Angebot schafft, erntet Nachfrage und deutlich steigende Radverkehrsanteile. Das zeigen uns viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung, die sich die jetzt geplanten Verbindungen seit Langem wünschen. Investitionen ins Radfahren unterstützen dabei nicht nur Gesundheit und Klima, sie rechnen sich auch volkswirtschaftlich. Das Umweltbundesamt berichtet am Beispiel Kopenhagen, dass jeder Fahrrad-Kilometer unserer Gesellschaft 16 Eurocent erspart, während jeder Auto-Kilometer 30 Eurocent kostet, die Folgen eines Nicht-Erreichens der Pariser Klimaziele dabei noch nicht eingerechnet. Gerade weil Mittel und Ressourcen knapper werden, müssen wir in zukunftsfähige Mobilität investieren – das ist auf lange Sicht günstiger, zumal nach wie vor weit mehr in Straßen investiert wird als in Radverbindungen. Im Übrigen investieren wir in die bestmögliche Verknüpfung der unterschiedlichsten Mobilitätsformen: Bus, Bahn, Rad, Carsharing und ein dichter, kundenfreundlicher Takt mit unschlagbaren Preisen bewegen immer mehr Menschen dazu, umzusteigen. Damit sind wir Vorreiter in Österreich, aber immer noch Nachzügler im internationalen Vergleich. Wir strengen uns weiter an!
Mobilitätslandesrat, Johannes Rauch