Smart Meter –

Leserbriefe / 05.02.2021 • 19:44 Uhr

die Unnützen

Zum Leserbrief „Smart Meter“ von DI Dr. Bernd Oesterle, VN vom 01.02.2021:

Herrn Oesterle kann ich nur recht geben. Die Geräte kommen aus China. Unser Landesunternehmen kauft in Fernost ein. Wirklich? Der Spargedanke ist für mich absolut illusorisch, ein durchschaubarer Werbegag. Der Normalverbraucher wird nicht jede Viertelstunde den Stromverbrauch beobachten. Wie das für eine Waschmaschine funktionieren soll, die über zwei Stunden läuft kann ich mir nicht vorstellen. Die diesbezügliche Anfrage von Dieter Egger aus dem Jahre 2014 (!) im Landtag fand in der Öffentlichkeit kein Echo. Über die Beschaffung durch das Büro von Mensdorff-Pouilly wurde im Trend 14/2016 berichtet. Zudem ein gutes wiederkehrendes Geschäft, weil elektronische Geräte öfters erneuert werden. Als ich diesen Artikel unserer Politik zusandte – richtig vermutet – keine Antwort. Für mich ist ein möglicher Hacker-Angriff die größte Gefahr. Dieser könnte uns ohne Vorankündigung tagelang stromlos machen. Auf die damit möglichen Blackout-Szenarien wurde von mehreren Organisationen bereits warnend hingewiesen. In der Praxis ist das schon in hoch entwickelten Staaten vorgekommen. Dem kann entgegengehalten werden, dass Wasserzähler bereits so funktionieren. Nur bei denen fällt beim erfolgreichen Hacking der Wasserdurchlauf nicht weg. Also nur hohe Kosten und kein Vorteil für den Konsumenten. Ein bedauerliches blindes Nachrennen unserer Politik nach einer EU-Richtlinie. Langsam verstehe ich die Brexiteure.

Robert J. Bösch, Lustenau