Rhesivergleich
Zum Artikel „Ökosystem belastet“ in den E-VN am 18.12.2020:
Danke den VN für diesen Bericht, der aufzeigt, wie Flüsse behindert werden. Nun soll die ähnliche Behinderung am Rhein mit dem Rhesiprojekt, laut Planung und Werkstattbericht, durchgeführt werden. Im Artikel „… Hindernisse in Europas Flüssen“ wird darauf hingewiesen, wenn Strömungsverhältnisse behindert werden, lagern sich Segmente ab und verschlammen den Lebensraum zahlreicher Arten. Dies geschieht genau mit der fünffachen Verbreiterung des Rheins, denn damit wird die jetzt natürliche Fließgeschwindigkeit verringert. Die Folge davon ist, dass der Wasserlauf gestört wird mit all seinen negativen Auswirkungen, wie z. B. bei Niederwasser und den erhöhten Temperaturen wird es für Tiere und Pflanzen keinen Lebensraum mehr geben. Laut Bericht „Ökosystem belastet“: Auf Basis von bereinigten und hochskalierten Schätzungen gehen die Experten davon aus, dass es in 36 europäischen Ländern 1,2 Millionen Hindernisse („in-stream barriers“) gibt, die den Wasserlauf stören. Nun sollen mit dem Rhesiprojekt dem Rhein genau wieder Hindernisse eingebaut werden, welch ein Unfug! Im Werkstattbericht wird verschwiegen, dass im Bereich Koblach der gut fließende Fluss Ehbach zugeschüttet werden sollte und beim ganzen Projekt ein Großteil der Nutzbaren Landwirtschaftsflächen verloren gehen und einige ha Wald und bestehende Ökologie zerstört werden.
Benedikt Bolter, Koblach