VGT und die Gülle

Leserbriefe / 27.11.2020 • 17:10 Uhr

Es ist unfassbar, wie der Verein VGT (Verein gegen Tierfabriken) mit Unwahrheiten an die Öffentlichkeit geht und einen ganzen Berufsstand in ein schlechtes Licht stellt. Im habe Verständnis, wenn sich der VGT gegen Massentierhaltung in nicht tiergerechten Betrieben stellt. Ich habe aber kein Verständnis, wenn es Menschen gibt, die auf den Alpen, die von Bergbauern bewirtschaftet werden und nicht von Spenden leben, wie der VGT und es schwer genug haben, ihre Betriebe im Nebenerwerb zu bewirtschaften, nachspionieren. Die Unwahrheit besteht darin, dass die Gülle vom Tal hinaufgeführt wurde, was auch der Landwirt erkennt, dass dies unwirtschaftlich wäre. Die Gülle, die auf einer Alpe anfällt, muss natürlich ausgebracht werden, oder wo soll sie hingebracht werden? Da die Kühe gemolken werden, müssen sie zur Melkarbeit eingestallt werden und ergeben eben mal Gülle. Ich mache den Vorschlag, solchen Personen, die eine ganze Berufsgruppe anpatzen und mit Unwahrheiten die Behörde auf den Plan rufen, eine Rechnung über den Aufwand von Beamten, Sachverständigen und Betroffenen zu senden. Die Gesellschaft muss sich bei den Alpbewirtschaftern bedanken, dass unsere Alpen in Vorarlberg so gut bewirtschaftet und erhalten werden.

Josef Gantner, Bludenz