Glaube keiner
Statistik

Leserbriefe / 12.11.2020 • 18:32 Uhr

„Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, dieses Sprichwort kommt mir in den Sinn, wenn ich mir die statistischen Taschenspielertricks anschaue, die tagtäglich aufgeführt werden, um Ängste zu schüren, den Anschein einer Coronapandemie aufrecht zu erhalten. Waren im Sommer fast keine Menschen wegen Covid in den Spitälern, mussten die PCR-Tests herhalten, um aus gesunden Menschen statistisch Kranke zu machen. Jetzt im Spätherbst, da erwartungsgemäß mehr Menschen hospitalisiert werden, kann die Regierung es wagen, mit der vergessenen Kennzahl „Hospitalisierung“ Panik zu verbreiten. Der Trick dabei, damit die Lage dramatisch erscheint, ist, die Bettenkapazität zu verringern. So meldete Vorarlberg im März 2020 eine Covid-Bettenkapazität von 1666 Betten an den Bund. Jetzt, im November 2020, sind es auf einmal nur noch 734 Betten (Normalbetten, maximale Intensivbettenkapazität, Notfallversorgungszentrum Dornbirn) bei 229 Hospitalisierten (Stand: 10. 11.). Motto: Halbiere die Bettenkapazität und verdopple damit die Auslastung sowie die Angst. Auch bei der Auslastung von Intensivbetten wird unnötig Panik gemacht. Sie beträgt derzeit 27,9 Prozent (bei einer Maximalkapazität von 104 Betten). Und selbst wenn wir an die Kapazitätsgrenzen gelangen, dann ist das nichts Einmaliges. Das ist früher immer wieder in Grippezeiten geschehen. Nur hat es damals niemanden interessiert.

Dr. Richard Hennessey,

Schwarzenberg