Grippeimpfstoff
Ich habe für meine Mutter und mich im August in der Apotheke den Grippeimpfstoff bestellt und bezahlt. Anfang Oktober erhielt ich einen Anruf, dass an die Apotheke kein Grippeimpfstoff geliefert wurde. Die Landesregierung fühlt sich für die untragbaren Zustände beim Grippeimpfstoff nicht verantwortlich. Für mich ist sie dies jedoch sehr wohl! Sie hätte niemals zulassen dürfen, dass Wien 400.000 Impfdosen auf Kosten der Apotheken der restlichen Bundesländer für eine Gratisimpfaktion vor den Wahlen bekommt. Als sich die schwierige Versorgungssituation in den Apotheken abgezeichnet hat, hätte es sicher Möglichkeiten gegeben, den Impfstoff nicht nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen. Als Erstes hätten die Risikogruppen mit dem Impfstoff versorgt werden müssen! Es nützt meiner Mutter mit 91 Jahren als Hochrisikoperson nichts, wenn jetzt noch Impfstoff für Pflegeheime und den Mohi ausgeliefert wird. Soll ich meine Mutter in einem Pflegeheim anmelden, damit sie die Grippe-
impfung erhält? Auch ich habe mich seit über 20 Jahren impfen lassen und kann dies heuer nicht tun. Mir stellt sich auch für die zukünftige Coronaimpfung die Frage der Verteilung des Impfstoffes. Wenn die gleiche Ellenbogentaktik wie beim Grippeimpfstoff zuerst weltweit und dann national stattfindet, werden wir Normalbürger noch sehr lange auf eine Coronaimpfung warten.
Heidemarie Primig,
Dornbirn