Krisenbewältigung

Leserbriefe / 22.05.2020 • 17:58 Uhr

Die letzte Wirtschaftskrise war die Bankenpleite. Die Banken schrien erfolgreich um Hilfe und die Regierung hat auf Kosten der Steuerzahler natürlich ohne deren Befragung geholfen. Die Coronakrise hat große wirtschaftliche Verluste gebracht. Die Wirtschaft schrie um Hilfe und …, siehe oben. Man erkennt, dass wir nicht in einer Demokratie, sondern in einer Wirtschaftsdiktatur leben. Deren Waffe ist nicht die physische Gewalt, sondern die Arbeitsplatzkeule. Juristisch gesehen ist das Nötigung, ein strafbares Delikt. Für zukünftige Krisen zwei Vorschläge, die sicherlich nicht ernst genommen werden. 1. Alle Betriebe müssen je nach Gewinn, Beschäftigungszahlen usw. Rücklagen bilden, um eine gewisse Zeit ohne Hilfe des Steuerzahlers über die Runden zu kommen. 2. Die diversen Freibeträge (Gewinn, Investitionen usw.) müssen mit steigendem Gewinn drastisch verringert und die Steuern für Großbetriebe erheblich erhöht und auch eingefordert werden. Gerade die zu hohen Freibeträge und die überbordenden Gewinne sind der wesentliche Antrieb für den Expansions- und den Wachstumswahn. Bevor man mehr dem Finanzamt gibt, baut man lieber z. B. überflüssige Lagerhäuser, landschaftzerstörende Monumentalbauten oder erwirbt z. B. riesige Grundstücke bevorzugt von Eigentümern, deren Untergang man erhofft. Derartige Änderungen müssten von der Politik durchgedrückt werden, allerdings habe ich da keine Hoffnung, da auch die Politik von der Wirtschaft dirigiert wird.

DI Dr. Bernd Oesterle,

Hard