Alpinale feiert 40 Jahre Kurzfilmkultur

Kultur / 23.07.2025 • 11:42 Uhr
Alpinale
Die Alpinale präsentiert fünf Tage lang aktuelle Produktionen aus aller Welt. matthias rhomberg

Ein Jubiläum im Zeichen internationaler Begegnungen, filmischer Innovationen und Rückblicken.

Bludenz Von Dienstag, 5. August, bis Samstag, 9. August feiert das Alpinale Kurzfilmfestival in Bludenz seine 40. Ausgabe – ein Ereignis, das die Stadt erneut zum Treffpunkt der internationalen Kurzfilmszene macht. Fünf Tage lang präsentiert das Festival aktuelle Produktionen aus aller Welt, thematisch vielfältige Programme und ein bewusst niedrigschwelliges Open-Air-Format. Dabei verschränkt sich die Rückschau auf die Anfänge des Festivals mit einem deutlichen Fokus auf gegenwärtige Entwicklungen und neue Ausdrucksformen des Mediums. Was 1985 als regionales Kulturprojekt begann, hat sich als fester Bestandteil der europäischen Kurzfilmfestivallandschaft etabliert. Die 40. Alpinale betont diese Entwicklung – mit einem Programm, das sowohl auf inhaltliche Kontinuität als auch auf Gegenwartstauglichkeit setzt.

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Das Programm setzt sowohl auf inhaltliche Kontinuität als auch auf Gegenwartstauglichkeit. matthias rhomberg

Auch 2025 bildet der Vorplatz der Remise das Zentrum des Geschehens. An fünf Abenden werden dort Kurzfilme im Freiluftkinoformat gezeigt – ergänzt durch Programmpunkte im Remise-Saal und dem angrenzenden Würbel-Areal. Ein Live-Konzert des spanischen Musikers Efren Moreno begleitet das Abendprogramm. Die Veranstaltungen entstehen in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt und dem Stadtmarketing Bludenz.
Aus über 1500 Einreichungen wurden 69 Filme ausgewählt. Sie werden während der Festivalwoche in Originalsprache mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Der internationale Wettbewerb beginnt täglich um 20.30 Uhr (bei Schlechtwetter im Stadtsaal).

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Im Expert Talk „KI trifft Kino“ wird über Künstliche Intelligenz als gestalterisches Mittel diskutiert.

Neben neuen Perspektiven bietet die Jubiläumsausgabe auch Raum für Rückblicke: Am Freitag, 8. August, stehen im Programmpunkt „Retrospektive“ sechs Filme früherer Festivaljahrgänge erneut auf dem Spielplan. Am Donnerstag, 7. August, spricht Regisseur Marcel Barsotti im Expert Talk „KI trifft Kino“ über Künstliche Intelligenz als gestalterisches Mittel. Parallel dazu wird die immersive VR-Sektion weiterentwickelt: Ab 19 Uhr können Besucher im Würbel-Areal aktuelle Arbeiten aus dem Bereich der Virtual-Reality-Kurzfilme erleben. Die Sektion v-shorts, seit 20 Jahren fester Bestandteil der Alpinale, thematisiert Filmschaffen mit Vorarlberg-Bezug. Gezeigt werden Beiträge von Nachwuchsregisseuren ebenso wie von etablierten Filmschaffenden (6. und 7. August, jeweils ab 17.30 Uhr). Auch für junges Publikum ist ein eigener Programmpunkt vorgesehen: Das Kinderkino beginnt am Freitag um 15 Uhr, ergänzt durch ein begleitendes Rahmenprogramm ab 13 Uhr. Spätabends folgt mit der „Horror-Nacht“ ein Kontrastprogramm für Genre-Fans.

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Viele der Filmschaffenden sind persönlich in Bludenz anwesend. In täglichen Filmgesprächen erhalten Besucher Einblicke in Entstehungsprozesse und thematische Hintergründe. Erwartet werden u. a. Marcel Barsotti (Deutschland), Julia Mirjam Cantuária (Deutschland), Meena Rathor (Norwegen) und Simon Schneckenburger (Deutschland). Den Abschluss des Festivals bildet am Samstagabend die Preisverleihung in mehreren Kategorien: Internationaler Kurzspielfilm, Animation, Horror, VR, Kinderfilm und Publikumspreis. Die Jury setzt sich aus Sebastian Jakob Doppelbauer, Eleanna Finokalioti, Saskia Hahn, Stefan Langthaler, George Panopoulos und Julia Stipsits zusammen. Zusätzlich wird der beste Vorarlberg-Kurzfilm mit der v-shorts-Klappe und einem Preisgeld von 500 Euro ausgezeichnet. Im Anschluss sind die prämierten Filme nochmals auf der Leinwand zu sehen. Ein zusätzlicher Fokus gilt 2025 der Filmmusik. Der Komponist Raimund Hepp leitet die Masterclass „From Script to Score“, die das Verhältnis zwischen Regie und Komposition thematisiert – ein Format, das Austausch über nationale Grenzen hinweg ermöglicht.

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