Shortlist für den Tractatus steht fest

Die Preisverleihung findet am 26. September im Rahmen des 28. Philosophicum Lech statt.
lech Der Tractatus – Preis für philosophische Essayistik geht in eine neue Runde. Der Verein Philosophicum Lech hat die Shortlist jener sechs Werke bekannt gegeben, die 2025 als besonders preiswürdig gelten. Wer die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung erhält, wird Anfang September veröffentlicht. Die feierliche Preisverleihung findet am 26. September im Rahmen des 28. Philosophicum Lech statt. Die diesjährige Auswahl erfolgte durch eine dreiköpfige Jury, der seit 2023 die österreichische Literaturwissenschaftlerin und Essayistin Daniela Strigl, die Schweizer Philosophin und Publizistin Catherine Newmark sowie der deutsche Autor und Kritiker Ijoma Mangold angehören. Vorsitzender der Jury ist Konrad Paul Liessmann, der jedoch kein Stimmrecht hat.

Die sechs nominierten Werke der Shortlist 2025:
Wolfram Eilenberger: “Geister der Gegenwart. Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948–1984”.
Hanno Sauer: “Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten”.
Martin Scherer: “Takt. Über Nähe und Distanz im menschlichen Umgang”.
Bettina Stangneth: “Club der Dilettanten. Warum niemand Bücher wirklich versteht, aber trotzdem jeder beim Lesen lernt. Eine Einladung zur Ehrlichkeit”.
Eva Weber-Guskar: “Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern”.
Laura Wiesböck: “Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als Social-Media-Trend”.

Der Tractatus wurde 2009 auf Initiative von Schriftsteller Michael Köhlmeier ins Leben gerufen. Ziel ist es, Essayistik auszuzeichnen, die philosophische Themen in einer zugänglichen, sprachlich originellen Form aufbereitet und damit weit über akademische Diskurse hinauswirkt. „Prämiert werden Werke, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu gesamtgesellschaftlich relevanten Debatten liefern“, betont Liessmann.
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Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Franz Schuh, der im Jahr 2009 der erste Preisträger war, Isolde Charim (2023) mit “Die Qualen des Narzissmus. Über freiwillige Unterwerfung” und im vergangenen Jahr Philipp Hübl für sein Buch “Moralspektakel. Wie die richtige Haltung zum Statussymbol wurde und warum das die Welt nicht besser macht”.
Das diesjährige Philosophicum Lech steht unter dem Motto „Abenteuer. Lob der Unverfügbarkeit“ und findet vom 23. bis 28. September 2025 statt.