Drei Installationen im Landesfunkhaus

Kultur / 10.12.2024 • 14:38 Uhr
Kunsthalle FRO
Die Kunsthalle FRO präsetiert im kommenden Jahr drei Installationen. Kirsten Helfrich

Kirsten Helfrich, Liddy Scheffknecht und Stefan Kainbacher in der Kunsthalle FRO.

Dornbirn Die Kunsthalle FRO im ORF Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn präsentiert ein Programm mit drei Künstlerinnen und Künstlern für das Jahr 2025. Die deutsche Installationskünstlerin Kirsten Helfrich, die seit vielen Jahren in Vorarlberg arbeitet und ausstellt, eröffnet das Ausstellungsjahr mit einer eigens für die Kunsthalle FRO geschaffenen Installation. Ihre Arbeit setzt sich mit der Flüchtigkeit von Informationen und den Möglichkeiten des Mediums Papier auseinander.

Kunsthalle FRO
Kirsten Helfrich studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und am Royal College of Art in London. Kirsten Helfrich

Die Künstlerin, die an der Akademie der Bildenden Künste in München und am Royal College of Art in London studierte, setzt sich in ihren multimedialen Installationen, Videoarbeiten und häufig auch Zeichnungen immer wieder mit existenziellen Erfahrungen auseinander. Sie untergräbt den Ewigkeitsanspruch der Kunst, indem sie bevorzugt vergängliche und verderbliche Materialien verwendet. Internationale Ausstellungen und Preise wie der Hypo-Preis 2009 unterstreichen ihre Bedeutung in der Kunstszene. Die Vernissage findet am Dienstag, 28. Jänner um 18.30 Uhr statt.

Kunsthalle FRO
Liddy Scheffknechts Arbeiten untersuchen das Zusammenspiel von Zeitlichkeit, Wahrnehmung und Illusion. liddy scheffknecht

Die 1980 in Dornbirn geborene Künstlerin Liddy Scheffknecht widmet sich in einer multimedialen Installation, die vom 3. Juni bis 7. September 2025 zu sehen sein wird, den wesentlichen Merkmalen einer ORF-Sendung. Ihre Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Zeitlichkeit, Wahrnehmung und Illusion und verbindet fotografische und filmische Techniken. Als Senior Scientist an der Universität für angewandte Kunst Wien ist Scheffknecht eine Meisterin in der Schaffung medienübergreifender Kunstformen. 

Kunsthalle FRO
Liddy Scheffknecht lebt und arbeitet in Wien. Liddy Scheffknecht

Den Abschluss bildet vom 23. September bis 23. November 2025 die Installation des international ausgezeichneten Vorarlberger Medienkünstlers Stefan Kainbacher. Mit Werken aus den Bereichen Visual Art, Generative Art und Lichtinstallationen überschreitet er die Grenzen traditioneller Kunst und schafft interaktive Momente. Kainbachers Arbeiten verbinden Technik und Ästhetik zu einem einzigartigen Erlebnis.  „Mir ist es wichtig, Artworks zu schaffen, die eine Experience sind – einerseits ästhetisch und andererseits auch bei der Reflexion und Rezeption“, so Stefan Kainbacher

Stefan Kainbacher
Stefan Kainbacher ist vom 23. September bis 23. November 2025 in der Kunsthalle. stefan kainbacher

„Kirsten Helfrich ist in Vorarlberg durch ihre Ausstellungstätigkeit und kuratorische Arbeit bekannt. Ihre Werke beziehen sich stets auf den Raum und seine Geschichte. Es war daher an der Zeit, dass sie ihre Fähigkeiten nun auch in der Kunsthalle FRO zeigt. Anschließend folgt mit Liddy Scheffknecht eine Künstlerin, die Vorarlberg zwar verlassen hat, aber mit ihren Arbeiten hier immer starke Eindrücke hinterlässt. Stefan Kainbacher – ein Künstler, der in vielen Bereichen erfolgreich tätig ist, beendet das Ausstellungsjahr. Ich bin sehr gespannt, welche Ideen er für die Kunsthalle FRO entwickeln wird“ so der Ausstellungsorganisator und Künstler Marbod Fritsch.

Stefan Kainbacher
„Mir ist es wichtig, Artworks zu schaffen, die eine Experience sind – einerseits ästhetisch und andererseits auch bei der Reflexion und Rezeption“. Stefan Kainbacher