Schon wieder: “Wish you were gay”-Billboards zum dritten Mal zerstört

Zum dritten Mal fallen die KUB-Billboards in Bregenz der Künstlerin Anne Imhof Vandalismus zum Opfer.
Bregenz Die Plakatwände des Kunsthaus Bregenz (KUB) an der Seestraße sind erneut Ziel von Vandalismus geworden. Zum dritten Mal wurden die Billboards der deutschen Künstlerin Anne Imhof, die mit ihrer Ausstellung „Wish You Were Gay“ den öffentlichen Raum bespielt, mutwillig beschädigt. Wie bei den vorherigen Angriffen wurde das Wort “gay” zerstört. Dieses Mal wurde das Wort mit den Wörtern “beer” bzw. “here” übersprüht.

Bereits nach den ersten Vorfällen im Juli und August hatte die Stadt Bregenz von einem homophoben Gewaltakt gesprochen und betont, dass solche Taten die Toleranz und Vielfalt der Stadt angreifen.

Auch KUB-Direktor Thomas D. Trummer zeigte sich damals schon entsetzt über die anhaltenden Zerstörungen und verurteilte den Vandalismus scharf: “Dies ist ein feiger Angriff auf die Kunst und die Menschenrechte. Homophobie hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.”

Obwohl die Polizei ermittelt, konnte bisher keine Täterin oder kein Täter gefasst werden. Anne Imhof hat nach den ersten Vorfällen jeweils neue Plakate entworfen. Die Ausstellung im Kunsthaus Bregenz lief mit heute, Sonntag, 22. September, aus.