Hinter den Kulissen: So viel kostet der Bau des Festspielhauses jetzt mehr

Landesregierung beschloss Erhöhung der Subvention fürs Festspielhaus.
Bregenz Die dritte Bauetappe für das Bregenzer Festspielhaus wird bekanntlich teurer als geplant. Und zwar kräftig: Ein Drittel kostet der Umbau mehr, statt 60 Millionen sind fast 80 Millionen nötig. Dafür muss der Steuerzahler kräftig in die Tasche greifen. Schon im Mai gab Finanzminister Magnus Brunner (VP, 51) bekannt, dass er aus dem Bundestopf 6,65 Millionen Euro zusätzliches Steuergeld zur Verfügung stellen wird, womit der Bundesanteil auf 28,655 Millionen wächst. Jetzt hat auch das Land beschlossen, dass es Geld nachschießt.
Erstaunlich ist, wie schnell die Kosten gestiegen sind. Die Finanzierungsvereinbarung ist erst 2020 erstellt und 2021 unterschrieben worden. Sie sieht vor: Der Bund übernimmt 40 Prozent, das Land 35 Prozent, die Stadt 25 Prozent. Allerdings beteiligen sich auch die Festspiele an den Kosten. Drei Jahre später muss schon nachgebessert werden: Der Anteil der Stadt Bregenz beträgt jetzt 25,07 Millionen Euro, wobei die Hälfte davon über Bedarfszuweisungen (also aus anderen Steuertöpfen) an die Stadt fließt. Das sind 4,15 Millionen Euro mehr als geplant. Die Festspiele selbst bezahlen 7,16 Millionen Euro – 1,66 Millionen Euro mehr. Und aus dem Landesbudget fließen 25,07 Millionen Euro Steuergeld in das Festspielhaus. Die Landesregierung um Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP, 56) hat in der jüngsten Regierungssitzung beschlossen, die Subvention zu erhöhen. 5.882.727 Euro zusätzlich sind fällig. Das Geld soll in den Jahren 2025 und 2026 ausbezahlt werden. Dann nämlich soll der Bau fertig sein.