Umbauarbeiten bei den Festspielen in vollem Gange

Kultur / 28.09.2023 • 17:35 Uhr
Der Betonkern der Seebühne wird saniert und erneuert und neue Leitungen werden im Seegrund verlegt.   <span class="copyright">Phillip Steurer</span>
Der Betonkern der Seebühne wird saniert und erneuert und neue Leitungen werden im Seegrund verlegt. Phillip Steurer

Vorverkauf für die Festspielsaison 2024 startet am kommenden Montag.

Bregenz Obwohl die Festspiele seit rund einem Monat zu Ende sind, herrscht noch lange kein Stillstand. Acht Stunden nachdem sich Cio-Cio-San alias Madame Butterfly in der Nacht auf den 20. August zum letzten Mal aus Verzweiflung das Leben nahm, rückten bereits Hebekräne und anderes schweres Gerät an.

Der Abbau der jetzigen Kulisse ist bereits erledigt.<span class="copyright">Phillip Steurer</span>
Der Abbau der jetzigen Kulisse ist bereits erledigt.Phillip Steurer

Nicht nur der Abbau der Madame-Butterfly-Kulisse stand auf dem Programm, sondern bereits jetzt wird die Basis für die Seebühne 2024/25 vorbereitet und eingerichtet, der Betonkern der Seebühne saniert und erneuert, neue Leitungen werden im Seegrund verlegt. Spaziergänger und Zaungäste können die Umbauarbeiten aus sicherer Entfernung beobachten.

Im kommenden Jahr wird an 25 Abenden "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber zu sehen sein.  <span class="copyright">Phillip Steurer</span>
Im kommenden Jahr wird an 25 Abenden "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber zu sehen sein. Phillip Steurer

Am Montag, 2. Oktober, startet der Vorverkauf für die Festspielsaison 2024. Auf der Seebühne wird im kommenden Jahr an 25 Abenden “Der Freischütz” von Carl Maria von Weber zu sehen sein. Mit der ersten Vorstellung werden am 17. Juli die 78. Bregenzer Festspiele eröffnet, die letzte Vorstellung ist am 18. August zu sehen. Rund 175.000 Karten werden für das Spiel auf dem See verkauft. Der Freischütz zählt seit seiner Uraufführung 1821 zu den beliebtesten Opern im deutschsprachigen Raum und wurde noch nie auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele aufgeführt. Die musikalische Leitung hat Residenzdirigent Enrique Mazzola, für Regie und Bühnenbild zeichnet Philipp Stölzl verantwortlich.

Beim Kostüm- und Requisitenverkauf stehen über 500 Geisha-, Rebellen- und historisch-japanische Kostüme sowie Schuhe zum Verkauf.<span class="copyright"> Phillip Steurer</span>
Beim Kostüm- und Requisitenverkauf stehen über 500 Geisha-, Rebellen- und historisch-japanische Kostüme sowie Schuhe zum Verkauf. Phillip Steurer

Am 13. und 14. Oktober 2023 findet auf der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses der Kostüm- und Requisitenverkauf der diesjährigen Saison statt. Über 500 Geisha-, Rebellen- und historisch-japanische Kostüme sowie Schuhe aus verschiedenen Produktionen stehen zum Verkauf. Hinzu kommen über 200 Kostümrequisiten wie Hüte, Helme sowie große Mengen an Restbeständen. Auch Fans älterer Seebühnenproduktionen kommen auf ihre Kosten. So werden beispielsweise grüne Nero-Kostüme sowie Chor- und Solokostüme aus Rigoletto angeboten.

Michael Levine wurde für „Madame Butterfly“ als Bühnenbildner des Jahres ausgezeichnet.  <span class="copyright">Phillip Steurer</span>
Michael Levine wurde für „Madame Butterfly“ als Bühnenbildner des Jahres ausgezeichnet. Phillip Steurer

Und schließlich wurde Michael Levine für „Madame Butterfly“ auf der Seebühne als Bühnenbildner des Jahres ausgezeichnet: „Der Preis bedeutet mir sehr viel, es ist eine großartige Auszeichnung und Wertschätzung für die Arbeit an einer Idee und deren Umsetzung, die ohne viele weitere Menschen nicht möglich gewesen wäre. Mein Dank gilt allen daran Beteiligten bei den Bregenzer Festspielen, vor allem im Bereich der Technik“, so Michael Levine. Der Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung im weltweiten Musiktheater.