Festspiele ziehen Zwischenbilanz

Bislang 142.000 Besucher in Bregenz.
Bregenz Die Bregenzer Festspiele ziehen zur Halbzeit der diesjährigen Saison eine Zwischenbilanz. Rund 142.000 Besucherinnen und Besucher haben bisher den Weg nach Bregenz gefunden, um die vielfältigen Inszenierungen und Aufführungen zu erleben. Die Sommerfestspiele, die am Donnerstag ihren 77. Geburtstag feiern, präsentieren sich als Anziehungspunkt für ein breites Publikum.

Die Oper “Madame Butterfly” von Giacomo Puccini ist auch in diesem Sommer ein Publikumsmagnet auf der Seebühne. Die Wiederaufnahmepremiere am 20. Juli zählte bisher 93.000 Besucher (inklusive Generalprobe und Young People’s Night) und läuft noch bis zum 20. August. Neben “Madame Butterfly” bietet die zweite Saisonhälfte ein abwechslungsreiches Programm.

Das Theater am Kornmarkt zeigt in den kommenden Wochen die Opernstudio-Inszenierung “Werther”, während auf der Werkstattbühne das Auftragswerk “Die Judith von Shimoda” Premiere hat. Einen unkonventionellen Musiktheaterabend, basierend auf Franz Schuberts Liederzyklus “Die schöne Müllerin”, präsentieren die Musicbanda Franui, Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan sowie Sänger Florian Boesch am Donnerstagnachmittag.

Den musikalischen Abschluss bilden am 7. August die Wiener Symphoniker mit ihrem dritten und letzten Orchesterkonzert im Festspielhaus. Am 20. August lädt das Symphonieorchester Vorarlberg zu einer Matinee, am Abend folgt die 26. Aufführung von “Madame Butterfly” am Abend desselben Tages. Die bisherige Auslastung des “Spiels auf dem See” liegt bei 98 Prozent, insgesamt werden bis zum Ende der Festspielsaison 142.000 Besucher (inkl. Vermittlungsprogramm) erwartet. Neben den Hauptaufführungen haben auch die Führungen über die Seebühne und die Einführungsvorträge großen Anklang gefunden und das Gesamterlebnis für die Besucher bereichert.

Die Oper im Festspielhaus “Ernani” in der Inszenierung von Lotte de Beer erlebten 4.563 Besucherinnen und Besucher in drei Vorstellungen, was einer Auslastung von 99 Prozent entspricht. Die österreichische Erstaufführung des queeren Musiktheaters “The Faggots and Their Friends between Revolutions” sahen auf der Werkstattbühne an zwei Abenden rund 776 Besucherinnen und Besucher, das entspricht einer Auslastung von 100 Prozent. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Seebühnenführungen und Einführungsvorträge, an denen bisher 26.000 Menschen teilgenommen haben. Auch die anderen Veranstaltungen wie das Jugendprogramm Junge Festspiele waren gut besucht.

Die erste Seebühne waren zwei Kieskähne, ausgestattet von Maria Wanda Milliore, im Gondelhafen.
Bregenzer FestspieleAm 4. August 1946 fiel der Startschuss zur ersten Bregenzer Festwoche. Dem Turmblasen am frühen Morgen und einem Festgottesdienst folgten eine Ausstellungseröffnung und am Abend die Uraufführung des Schauspiels Sieben gegen Theben in der neu eröffneten Sporthalle. Einen Tag später fand auf zwei Kiesschiffen im Bregenzer Gondelhafen ein Mozart-Abend statt, der die Geburtsstunde des Spiels auf dem See markierte. Bis zum Ende der ersten Festwoche 1946 am 11. August folgten unter anderem zwei Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker sowie Sportveranstaltungen. Am Donnerstag feiern die Bregenzer Festspiele somit ihren 77. Geburtstag.