Avantgardistische Oper feiert die Queer-Community

Kultur / 26.07.2023 • 16:10 Uhr
„The Faggots and Their Friends Between Revolutions“ feiert am Donnerstagabend Premiere bei den Festspielen.
„The Faggots and Their Friends Between Revolutions“ feiert am Donnerstagabend Premiere bei den Festspielen.

„The Faggots and Their Friends Between Revolutions“ bei den Festspielen.

bregenz „The Faggots and Their Friends Between Revolutions“ von Larry Mitchell ist ein Kultbuch aus dem Jahr 1977, das 2019 anlässlich des 50. Jahrestags der Stonewall-Unruhen – einer Polizeirazzia in der New Yorker Schwulenbar Stonewall Inn, die 1969 zum Aufstand führte – neu aufgelegt wurde. Das Buch ist eine fantastische Parabel, in der sich ein politisches Manifest verbirgt, und bietet eine radikale Vision der Entwicklung der Welt durch die Brille der Homosexuellen.

The Faggots and Their Friends Between Revolutions
The Faggots and Their Friends Between Revolutions

Nach „4.48 Psychosis“ (2016) und „Denis and Katya“ (2019) haben sich Philip Venables und Ted Huffman ein weiteres Mal zusammengetan, um ein verspieltes, verrücktes und tiefgründiges Patchwork zwischen Oper und Kabarett-Revue zu schaffen. Die fünfzehn Darsteller sind abwechselnd Sänger, Schauspieler und Instrumentalisten. „The Faggots and Their Friends Between Revolutions“ ist ein Buch, das als Gründungsmythos der Queer-Community gilt. Es wurde 1977 von Larry Mitchell geschrieben und ist eine Sammlung von Geschichten, die in einer fiktiven Welt namens Ramrod spielen. Ramrod ist ein Königreich im Niedergang, in dem Schwule, Frauen, Queens, queere Männer und Frauen, die Frauen lieben, zusammenleben und die Wege und die Welt der Männer überleben. Das Buch ist eine scharfe Kritik an Kapitalismus, Assimilation und Patriarchat und feiert die Diversität und sexuelle Vielfalt der Queer-Community.

Die Oper „The Faggots and Their Friends Between Revolutions“ ist eine radikale und subversive Vision der Welt.
Die Oper „The Faggots and Their Friends Between Revolutions“ ist eine radikale und subversive Vision der Welt.

Factory International, das Festival d’Aix-en-Provence, die Bregenzer Festspiele und der NYU Skirball haben gemeinsam ein Auftragswerk in Auftrag gegeben, um das Publikum mit einer innovativen und kreativen Aufführung zu begeistern.
Factory International ist bekannt für ihre avantgardistischen Produktionen, die die Grenzen des Musiktheaters erweitern. Der renommierte Komponist Philip Venables schafft eine eindrucksvolle Klanglandschaft, die die Emotionen und Ideen des Romans einfängt. Seine Kompositionen verbinden klassische Elemente mit zeitgenössischer Musik und schaffen so eine einzigartige und fesselnde Atmosphäre.

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Die Inszenierung des einfallsreichen Regisseurs und Autors Ted Huffman setzt das Libretto von Ted Huffman in Szene und erweckt die Geschichte eindrucksvoll zum Leben. Huffman hat sich intensiv mit dem Roman auseinandergesetzt und präsentiert dem Publikum eine Interpretation, die die Grenzen des Konventionellen überschreitet und neue erzählerische Wege beschreitet.

„The Faggots and Their Friends Between Revolutions“.
„The Faggots and Their Friends Between Revolutions“.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Yshani Perinpanayagam, einer talentierten und einfühlsamen Dirigentin, die das Orchester und die Darsteller mit großer Präzision und Hingabe führt. Ihre Interpretation der Partitur von Philip Venables verleiht der Aufführung zusätzliche Tiefe und Intensität.
Die Oper „The Faggots and Their Friends Between Revolutions“ ist eine radikale und subversive Vision der Welt, die die Queer-Community feiert und die Grenzen des Musiktheaters erweitert. Sie ist ein Muss für all jene, die sich für zeitgenössische Kunst, Musiktheater und die Queer-Community interessieren.

The Faggots and Their Friends Between Revolutions

Ted Huffman | Philip Venables

Libretto von Ted Huffman nach dem gleichnamigen Roman von Larry Mitchell

Österreichische Erstaufführung

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

27. Juli und 28. Juli, jeweils 20 Uhr

Werkstattbühne