Streubüschen im Lauteracher Ried

Kultur / 18.06.2023 • 17:20 Uhr
Gerhard Winkler bei der Arbeit seiner Bilder zum Thema "Streubüschen".       <span class="copyright">Gerhard Winkler (6) </span>
Gerhard Winkler bei der Arbeit seiner Bilder zum Thema "Streubüschen". Gerhard Winkler (6)

Gerhard Winkler mit neuen Bildern und neuem Buch.

Dornbirn „An der Staffelei zu stehen, diese Landschaft, diese fast unberührte Natur mit Pinsel und Farbe zu spüren, sie einzuatmen, zu hören oder zu riechen, lässt mich die Zeit vergessen, ist Stille und Ruhe. Welch Reichtum beschert mir der Augenblick, welche innere Zufriedenheit und Ruhe, die mich über das eigene Sein und die Gemeinschaft nachdenken lässt. Bewusst wird mir, welcher Naturbesitz uns hier anvertraut ist wie auch die Frage, wie wir wohl mit diesem Schatz in der nahen Zukunft umgehen werden.

Das Buch "Streubüschen" ist im Bucher-Verlag erschienen.
Das Buch "Streubüschen" ist im Bucher-Verlag erschienen.

Nicht das Abbild des Gesehenen ist für mich beim Malen wichtig, vielmehr ist es das durchdringende Sehen und die damit verbundenen Gedanken und Ahnungen, die sichtbar werden – das Spüren, dass ich selbst Teil dieses unergründlichen Schatzes bin. Bescheiden stehe ich so an meiner Staffelei“. So beschreibt Gerhard Winkler seine neuesten Bilder, die allesamt das Lauteracher Ried in all seiner Schönheit abbilden und die unter dem Namen „Streubüschen“ auch als Buch erschienen sind.

"Vorfrühling" aus dem Jahr 2020.
"Vorfrühling" aus dem Jahr 2020.

Der Maler arbeitet mit Techniken wie Holzschnitt, Hinterglasmalerei, Papiercollage, Ölmalerei oder Zeichnung. Religiöse Themen spielen dabei immer wieder eine Rolle. Auch das Thema Landschaft setzt er gerne bildnerisch um.

Streubüschen: "Blick zum Staufen" aus dem Jahr 2022.
Streubüschen: "Blick zum Staufen" aus dem Jahr 2022.

Gerhard Winkler, geboren am 4. Mai 1939 in Wien, ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit in der Kunstszene Vorarlbergs. Seit 1963 lebt und arbeitet Winkler in Dornbirn, wo er die lokale Kunstszene mit seinem Talent und seiner Hingabe für Kunst und Bildung bereichert hat. Mit einer akademischen Ausbildung, einer reichen Lehrkarriere und einer tiefen Leidenschaft für Kunst hat Winkler im Laufe seiner Karriere einen einzigartigen künstlerischen Ausdruck und eine bedeutende Präsenz in der Region entwickelt.

Ludescher, 2022.
Ludescher, 2022.

Winkler hat sein Talent und seine Leidenschaft für die Kunst nicht nur in der Klassenzimmerumgebung eingesetzt. Er hat zahlreiche Einzelausstellungen gehabt, darunter 1999 im Kunstraum Dornbirn, 2004 in der Galerie der Dornbirner Sparkasse und zuletzt 2019 im Stadtmuseum Dornbirn. Sein künstlerischer Beitrag zum öffentlichen Raum ist ebenfalls bemerkenswert, wie die Brunnenplastik auf dem Friedhof Rohrbach in Dornbirn von 1971 und die Wandgestaltung im Eingangsbereich der Hauptschule Baumgarten zeigen.

"Nicht das Abbild des Gesehenen ist für mich beim Malen wichtig, vielmehr ist es das durchdringende Sehen und die damit verbundenen Gedanken und Ahnungen, die sichtbar werden".   <span class="copyright">Andreas Marte</span>
"Nicht das Abbild des Gesehenen ist für mich beim Malen wichtig, vielmehr ist es das durchdringende Sehen und die damit verbundenen Gedanken und Ahnungen, die sichtbar werden". Andreas Marte

Neben seiner umfangreichen Karriere in der Kunst und Bildung hat Winkler auch eine Reihe von Auszeichnungen und Anerkennungen erhalten. 2001 wurde er mit dem großen Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg ausgezeichnet.