Wasser, Wolken und Wind

6. Hauptausstellung des Forum Würth Rorschach.
Rorschach Am 26. Februar eröffnete das Forum Würth Rorschach seine 6. Hauptausstellung seit der Eröffnung im Jahr 2013. Im Carmen-Würth-Saal ließ Adrian Parpan, Geschäftsführer der Würth Management AG, in seiner Vernissage-Ansprache die letzten zehn Jahre des Würth Haus Rorschach Revue passieren. Sylvia Weber, Direktorin der Sammlung Würth, blickte auf die vergangenen Ausstellungen zurück und führte in die neue Hauptausstellung und die damit verbundenen Themen ein. Vor zehn Jahren wurde mit «Première» die erste Hauptausstellung gezeigt. Es folgten drei ineinander übergehende Themen «Waldeslust», «Menagerie» und «Von Kopf bis Fuß». Die Ausstellung «Lust auf mehr» widmete sich anschließend den Neuzugängen der Unternehmenskollektion.

Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt das Forum Würth Rorschach eine Ausstellung, die sich mit den Elementar- und Wetterphänomenen beschäftigt, welche mit ihren fließenden beziehungsweise flüchtigen Elementen tagtäglich am malerischen Bodenseeufer beobachtet werden können.

Die Ausstellung «Wasser, Wolken, Wind», die unter anderen Werke von Marc Quinn, Philipp Bauknecht, Christo und Carl Walter Liner zeigt, umfasst 70 Kunstwerke und lädt zur Auseinandersetzung mit den Elementen ein. So entsteht ein einzigartiger Diskurs zwischen faszinierenden und gar malerischen Facetten von Wasser, Wolken und Wind hin zu Schöpfung und Vernichtung, Leben und Tod. Die bewusste oder sogar teils unbewusste Wirkung und ihre Auswirkungen, die man jeden Tag am Bodenseeufer zu spüren bekommt, sind es, die in der Ausstellung widergespiegelt werden.

Wasser, Wolken und Wind bestimmen das Klima unseres Planeten Erde und gehören in all ihren Ausprägungen zu unserem Alltag. Seit Urzeiten faszinieren sie den Menschen und finden ihren Niederschlag in der Kunst. Wasser ist ein Schlüsselelement der Menschheitsgeschichte. Dank seiner vielfältigen Erscheinungsformen fand das Wasser in der Symbolbildung einen reichen Ausdruck. In Wechselwirkung mit dem Wasser stehen der Wind in seinen Erscheinungsformen, die sich als Wirbelwind wie in der unheimlichen Windstille äußern können, und auch die Wolken mit ihrem ständigen Gestaltwechsel und ihrer Flüchtigkeit. Wohltuend und doch auch unheilbringend, inspirieren diese Phänomene die Mythen, literarischen Texte und Kunstwerke jeder Region und jeder Epoche. In den Werken der Sammlung Würth findet sich eine Vielzahl an Bezügen auf diese Naturphänomene, von denen nun eine Auswahl im Forum Würth Rorschach ausgestellt wird.

Das Forum Würth Rorschach ist der museale Bereich im Würth Haus Rorschach. Auf rund 800 m2 Museumsfläche und zusätzlichem Raum für Foyer-Ausstellungen werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst gezeigt. Die Basis aller Aktivitäten ist die rund 19.000 Werke umfassende Sammlung Würth. Die Akzente der Sammlung liegen auf Skulpturen, Malerei und Grafiken vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur
Gegenwart.

Die Hauptausstellung «Wasser, Wolken, Wind ‒ Elementar- und Wetterphänomene in Werken der Sammlung Würth» wird bis 16. Februar 2025 im Forum Würth Rorschach zu sehen sein.