Aus der Kulturszene

Kultur / 30.12.2021 • 17:40 Uhr
Die deutsche Post ehrt den Rockstar David Bowie zum 75. Geburtstag. Reuters
Die deutsche Post ehrt den Rockstar David Bowie zum 75. Geburtstag. Reuters

Scala-Orchester sagt Europatournee ab

Mailand Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen hat das Orchester der Mailänder Scala seine Ende Jänner geplante Europatournee mit Dirigent Riccardo Chailly abgesagt. Die Tournee hätte am 25. Jänner in Alicante beginnen sollen. Etappen waren in Madrid, Barcelona und in Paris geplant, teilte die Scala mit. Die Scala hatte ihre Saison am 7. Dezember mit der Premiere von „Macbeth“ eröffnet. Anna Netrebko übernahm die Rolle der Lady Macbeth. Buhrufe und Pfiffe musste der italienische Regisseur Davide Livermore hinnehmen, der die hochdramatische Oper in einer zeitgenössischen Kulisse inszenierte.

 

Sonderbriefmarke erinnert an David Bowie

Bonn  Zum 75. Geburtstag von David Bowie am 8. Jänner 2022 ehrt die Deutsche Post den Rockstar mit einer Sonderbriefmarke. Die 85-Cent-Briefmarke erscheint bereits am 3. Jänner 2022 und zeige ein Bild von Bowie mit Gitarre aus dem Jahr 1984. Am 7. Jänner fol­gten zwei limitierte Packset-Sondereditionen mit Bowie-Motiven. Der Musiker hatte mit Alben wie „The Rise and Fall of Ziggy Stardust“ oder „Heroes“ Musikgeschichte geschrieben. Bowie starb am 10. Jänner 2016 in New York.

 

Flamenco bei Salzburger Pfingstfestspielen

Salzburg Mit einem Flamenco-Abend wagen sich die Salzburger Pfingstfestspiele auf Neuland. Schon als Teenager hätten sie die rhythmischen Lieder und Tänze aus Andalusien fasziniert, sagte Festspielintendantin Cecilia Bartoli am Donnerstag. Der Flamenco-Abend in der Felsenreitschule steht unter dem Motto „Ode an die Orangenblüte“ („Odo a la flor del naranjo“). Generell werden die Festspiele vom 3. bis 6. Juni von der andalusischen Stadt Sevilla geprägt sein. Im Mittelpunkt steht eine Neuinszenierung der Rossini-Oper „Der Barbier von Sevilla“ mit Bartoli in der Rolle der Rosina. Regie führt Rolando Villazon.

 

Italien holte Kunstschätze aus USA zurück

Rom  Die italienische Polizei hat rund 200 Kunstwerke im Wert von geschätzt zehn Mio. Euro in den USA ausfindig gemacht. Es handle sich um antike Skulpturen, Amphoren, Vasen und Terrakotta-Büsten, erklärten die Carabinieri in Rom. „Die Ermittler haben die Kette von illegalen Ausgrabungen über Kunsthändler bis zu den US-Museen, Auktionshäusern, Kunstgalerien und privaten Sammlungen rekonstruiert“, sagte Roberto Riccardi, Kommandant der Carabinieri-Einheit für den Kulturschutz. Die Gegenstände stammen den Ermittlern zufolge unter anderem aus der Römer- und Etruskerzeit. 160 davon seien nach Italien zurückgebracht worden, der Rest bleibe zunächst im italienischen Generalkonsulat in New York. Italiens Kulturminister Dario Franceschini sprach von einer „außergewöhnlichen Rückholung“.