Neujahrskonzert als Signal für die Wichtigkeit der Musik

Wiener Philharmoniker auf bunter Reise mit sechs Konzertpremieren.
Wien Noch zwei Tage und dann kann das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2022 tatsächlich im Goldenen Saal des Musikvereins über die Bühne gehen – vor auf 1000 Menschen beschränktem Livepublikum und Millionen Fernsehzuschauern weltweit. Und alle Beteiligten zeigten sich am Mittwoch in einer Pressekonferenz ergriffen von der Bedeutung des jahreszeitlichen Großevents gerade in schwierigen Zeiten.
Alter Hase
Immer noch beeindruckt von der Fähigkeit der Wiener Philharmoniker im Walzer-Repertoire zeigte sich dabei Maestro Daniel Barenboim, merke man doch noch immer, dass diese Klänge gleichsam für das Orchester geschaffen worden seien: „Sie spielen mit einer Natürlichkeit und einer Selbstgewissheit, die unglaublich ist.“ Dabei ist Daniel Barenboim bereits ein alter Hase im Kosmos Neujahrskonzert, stand der heute 79-Jährige doch bereits 2009 und 2014 am Pult im Musikverein – damals allerdings vor ausverkauftem Haus.
Bunte Reise
„Wir haben ein großes Glück, dass wir diese Musik vor zumindest 1000 Menschen live spielen können – denn Musik muss man live genießen“, unterstrich Barenboim. Er hoffe, dass die Musik Politikerinnen und Politiker auf der ganzen Welt inspiriere. In jedem Fall wird es eine bunte Reise mit sechs Neujahrskonzertpremieren zu Heinzelmännchen, Nymphen und der Fledermaus. Nach dem Auftakt mit Josef Strauß‘ „Phönix-Marsch“ gibt es einen beschwingten Parforceritt mit Joseph Hellmesbergers „Heinzelmännchen“, Johann Strauß‘ „Champagner-Polka“ oder Carl Michael Ziehrers „Nachtschwärmer“. Und selbstredend werden auch 2022 der „Radetzky-Marsch“ und der „Donauwalzer“ als Zugaben nicht fehlen. 16 Kameras lichten das musikalische Großereignis ab, das in 92 Ländern weltweit ausgestrahlt wird.
Für den Pausenfilm zeichnet in diesem Jahr wieder Georg Riha verantwortlich, der unter dem Titel „Mission Apollo“ das heimische Welterbe anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der UNESCO-Welterbekonvention in den Fokus nimmt. Zu sehen sind in dem 24-minütigen Beitrag alle zwölf österreichischen Welterbestätten. Ein Apollofalter dient dabei als Reiseführer, von einer Flugkamera auf seinem Weg von Station zu Station begleitet.