So wird der Kunstraum Dornbirn 2022 noch attraktiver

Kunstraum Dornbirn realisiert im nächsten Jahr vier große Ausstellungsprojekte.
Dornbirn Eine konsequente Kuratorenschaft macht selbst eine heterogene Schau wie das Projekt “Heimspiel” attraktiv, das einen Überblick über das regionale Kunstschaffen bieten soll. Aus rund 400 Einsendungen von Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus der Ostschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg hat sich Kunstraum-Leiter Thomas Häusle neben einem einzigen bildhauerischen Objekt für eine Auswahl mit Videoarbeiten auf internationalem Qualitätslevel entschieden. Die Ausstellung mit Arbeiten von Liddy Scheffknecht, Veronika Schubert, Claudia Larcher, Gilgi Guggenheim, Cristina Witzig, Ursula Palla und Simon Kindle wurde, wie berichtet, noch während des Lockdowns eröffnet und ist bis 27. Februar zu sehen, wobei zum Finale noch Performances von Ronja Svaneborg und Bella Angora realisiert werden. Sofern es der Pandemieverlauf und die behördlichen Auflagen zulassen.

Nach den langen Veranstaltungsverboten im laufenden Jahr erübrigt sich das Erörtern der Besucherzahlen in einer Instiution, die vor Corona von bis zu 20.000 Kunstinteressierten frequentiert wurde und die zahlreiche Vermittlungsprogramme anbietet. Der Verzicht auf Eröffnungen heiße nicht einfach nur, dass es die Zusammenkunft von Kunstfreunden nicht gibt, die Funktion einer Vernissage hinsichtlich der Vermittlung und Kommunikation sei nicht zu unterschätzen, erklärt Thomas Häusle.
Nicht einfach Namedropping
Das Programm enthält – wie gewohnt – internationale Positionen, die allerdings nicht auf ein einfaches Namedropping zurückzuführen sind. Dem polnischen Künstler Robert Kusmirowski (geb. 1973) zu begegnen, dürfte besonders interessant werden. Die Art, wie Künstlerinnen und Künstler diesen besonderen Raum, die alte Montagehalle einer Fabrik, bespielen, war oft überraschend, bei Kusmirowski kommt hinzu, dass er sich in seinen Arbeiten grundsätzlich mit der Historie eines Ortes beschäftigt. Ähnliches gilt für die ebenfalls aus Polen stammende Monika Sosnowska (geb. 1972), die sich mit architektonischen Faktoren auseinandersetzt.

Alicja Kwade (geb. 1979), die zu den einflussreichsten Künstlerinnen der Zeit gezählt wird, entwirft in ihren Werken gesellschaftliche Fragestellungen und die Österreicherin Eva Schlegel wird nach Erwin Wurm den Stadtraum mit Augmented Reality-Projekten bespielen, mit denen noch mehr junges Publikum zur Kunst hingeführt werden kann.

Kunstraum 2022
Robert Kusmirowski
25. März bis 6. Juni
Alicja Kwade
24. Juni bis 30. Oktober
Monika Sosnowska
18. November bis 12. März
Im Stadtraum: Eva Schlegel
Juni bis September