Felix Bernhard Huber bringt Harry-Potter-Feeling nach Vorarlberg

Kultur / 10.12.2021 • 07:00 Uhr
Felix Bernhard Huber bringt Harry-Potter-Feeling nach Vorarlberg
Felix Bernhard Huber hat das Märchen Schneewittchen neu vertont. Gesprochen hat es die deutsche Synchonstimme von Emma Watson.

Der Vorarlberger Komponist veröffentlicht mit “Schnee” ein musikalisches Hörbuch.

Gaissau “Wenn wir am traurigsten sind, schreiben wir die schönsten Melodien.” Beim Vorarlberger Komponisten und Trompeter Felix Bernhard Huber trifft dieses Sprichwort zweifelsfrei zu. Die lange Zeit der Bühnenabstinenz nutzte der freischaffende Künstler dazu, sich neuen Projekten zu widmen. “Rumpel” lautete sein erstes Hörbuch, das er Anfang des Jahres gemeinsam mit David Nathan, dem deutschen Synchronsprecher von Johnny Depp aufgenommen hat. Grundlage bildete das Märchen “Rumpelstilzchen”. Pünktlich zur Weihnachtszeit folgt mit “Schnee” nun ein weiteres musikalisches Märchen, für das er sich erneut prominente Unterstützung ins Boot geholt hat. Eingesprochen hat das Hörbuch die deutsche Synchronsprecherin Gabrielle Pietermann, die etwa Harry-Potter-Star Emma Watson regelmäßig ihre Stimme leiht. “Mit dem Hörbuch können wir ein bisschen Harry-Potter nach Vorarlberg bringen”, schmunzelt Huber.

 Gabrielle Pietermann leiht Harry-Potter-Star Emma Watson regelmäßig ihre Stimme.
Gabrielle Pietermann leiht Harry-Potter-Star Emma Watson regelmäßig ihre Stimme.

Die Idee zum Hörbuch “Schnee”, das – wie der Titel bereits verrät auf das Märchen Schneewittchen verweist – entstand während seines Bundesheereinsatzes im Kampf gegen die Coronapandemie. “Die Kultur stand komplett still, es war sehr interessant auch diese Welt einmal zu sehen. Zudem bin ich dankbar, dass ich als Milizsoldat im Einsatz sein konnte, ansonsten wäre heute wohl aus finanzieller Sicht kein Künstler mehr”, unterstreicht Huber. Dort sei er mit Situationen konfrontiert worden, an denen er nicht nur persönlich, sondern auch künstlerisch gewachsen sei. Schon während dieser Zeit habe er begonnen, erste Melodien für das neue Hörbuch zu schreiben. “Am Ende ist mit ,Schnee’ eine kleine Weihnachtsgeschichte entstanden, die einen besonderen Zauber versprüht”, sagt der 27-Jährige, der bereits in mehreren internationalen Orchestern und Opernproduktionen tätig war und derzeit den Master in Filmmusikkomposition in Krems absolviert.

Parallel dazu feilt Huber bereits an nächsten musikalischen Projekten. Auf Grundlage des Märchens „Der Zaunkönig“ soll im kommenden Jahr ein weiteres musikalisches Hörbuch entstehen. Eingesprochen wurde es bereits vom Vorarlberger Schriftsteller Michael Köhlmeier. Um das Hörbuch mit Beteiligung heimischer Musiker realisieren zu können, will der Komponist im Jänner ein Crowdfunding-Projekt ins Leben rufen. „Mein Ziel ist es, damit die freie Kulturszene, die schon seit zwei Jahren leidet, zu unterstützen“. Zudem plant Felix Bernhard Huber ein Konzert, um die Hörbücher „Rumpel“, „Schnee“ und „Der Zaunkönig“ vor Publikum präsentieren zu können.

Huber ist es wichtig, als Kulturschaffender auch während der Coronakrise aktiv zu bleiben. “Wir sind immer noch da und dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Im Leben gibt es immer Höhen und Tiefen.”

Das Hörbuch “Schnee” wird am 26. Dezember online veröffentlicht. www.felixbernhardhuber.com