Pandemieerfahrungen digital sichtbar gemacht

Kultur / 29.11.2021 • 19:06 Uhr
Die monatelange Arbeit der Schüler soll sichtbar gemacht werden. sandra muenchow
Die monatelange Arbeit der Schüler soll sichtbar gemacht werden. sandra muenchow

Walktanztheater setzt „Places to Be“ als filmische Dokumentation um.

bludenz In der Lorünser Villa in Bludenz war bereits alles angerichtet, doch der Lockdown hat das Walktanztheater unter der Leitung von Brigitte Walk zum Umplanen gezwungen. Da die Premiere des länderübergreifenden Jugendprojekts „Places to Be“ nicht stattfinden konnte, wird an einer filmischen Dokumentation gearbeitet. Dem Theaterprojekt ging monatelange Arbeit voraus. Mit einem professionellen Team haben 24 Schüler des Bundesgymnasiums Bludenz an Texten zu ihrer Pandemiesituation gearbeitet, Choreografien entwickelt und Filme zu den Orten gedreht, an denen sie sich in der Pandemie aufgehalten haben. Unterstützt wurden sie vom Vorarlberger Schriftsteller Amos Postner. Die Jugendlichen erzählen von ihren Gefühlen und Erlebnissen in der langen Zeit des Stillstands, von Einsamkeit in engen Zimmern, von Überlastung im Home-Schooling und von ihrer optimistischen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Jugendlichen haben sich dabei mit Theaterteams in Zypern, in der Türkei und in Israel zu dem Thema ausgetauscht. 

Viel Kraft und Energie

Da für Brigitte Walk eine Premierenverschiebung aufgrund der unsicheren Coronalage keine Option war, soll nun der Film die Ergebnisse der Jugendlichen sichtbar machen. „Alle haben unglaublich viel Kraft und Energie in das Projekt gesteckt“, betont Walk. Der Film soll eine Annäherung an die Texte und Berichte der Jugendlichen sowie deren künstlerische Umsetzung abbilden. Dafür wurden die einzelnen Räume in der Villa Lorünser gefilmt. Was noch fehlt, sind die Tonaufnahmen mit den Texten der Jugendlichen. Da sich aktuell viele Schüler in Quarantäne befinden, werden diese zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen. Brigitte Walk hofft, den Film so bald wie möglich zeigen zu können. „Eventuell auch in Form einer Präsentation in der Villa Lorünser.“ VN-TAS