Laura Bilgeri lässt mit neuen Projekten aufhorchen

Digitale Castings, eigene Songs und das erste Jazzalbum: Laura Bilgeri hat die Coronazeit produktiv genutzt.
Wien, Los Angeles “Corona war ein schwerer Schlag für alle freischaffenden Künstler wie mich”, erzählt Schauspielerin Laura Bilgeri im Gespräch mit den VN. Die meiste Zeit verbrachte die Vorarlbergerin, die in New York und Los Angeles lebt, deshalb in ihrer Heimat.
“Die Pandemie hat mit bei vielen Projekten einen Strich durch die Rechnung gemacht, wir sitzen alle im selben Boot.” Untätig blieb die Künstlerin aber nicht. “Ich habe versucht aus der Situation das beste zu machen.” Seit Oktober ist die 26-Jährige wieder zurück in den USA, und treibt ihre Karriere als Schauspielerin weiter voran. “Ich hatte viele spannende Casting, auch wenn sie bis heute nur digital stattfinden. Aktuell bin ich in der Endrunde für eine Hauptrolle in einer amerikanischen Produktion”, verrät sie. Um welchen Film es sich handelt, darf sie noch nicht sagen.

Derweil ist die Vorarlbergerin in “Tutti per Uma” zu sehen, der seit Juni in den italienischen Kinos und bei Amazon Prime läuft. “Im Jänner 2022 soll der Film auch in die Österreichischen Kino kommen”, verrät Bilgeri, die in dieser Woche für die Synchronisierungsarbeiten nach Wien gereist ist. “Da der Film auf Italienisch gedreht wurde, synchronisiere ich mich jetzt auf Deutsch. Das macht sehr viel Spaß”, erzählt Bilgeri, die neben Italienisch und Englisch auch Französisch fließend beherrscht. Auch im TV wird Vorarlbergs Hollywood-Export bald zu sehen sein. Im ORF-Thriller „Jeanny – das letzte Mädchen” spielt sie eine Hauptrolle an der Seite von Manuel Rubey. Der Film feiert im Februar 2022 Premiere.
“Kreativer Prozess”
Laura Bilgeri lässt aber auch gesanglich aufhorchen. Während dem ersten Lockdown stand sie im Rahmen eines Live-Stream-Konzerts mit Christoph Waibel erstmals als Sängerin auf der Bühne. In diesem Jahr folgte die Veröffentlichung ihrer ersten beiden Songs “Floating” und “You Don’t live here No more”, die sie selbst geschrieben, komponiert und produziert hat. Selbst einen Song zu kreieren beschreibt sie als kreativen, inspirierenden, aber auch schwierigen Prozess. “Aber ich liebe spannende Herausforderungen”, fügt sie hinzu.
Besonders stolz ist sie auf ihr neuestes Projekt. Am 13. Jänner 2022 findet im Hohenemser Löwensaal die Präsentation ihres ersten Jazz-Albums statt. “Die Idee zum Album entstand gemeinsam mit Little Konzett, Christof Waibel. Da unsere Live-Session damals im Little Big Beat Studio aufgenommen wurde, dachten wir, es wäre eine schöne Idee, die neun besten Songs auf ein Album zu packen”, erzählt Bilgeri. Auf dem Album zu hören sein werden Songs wie “The Nearness of You”, ihre Lieblingssongs aus dem Musical “Chicago” oder “What the World needs now, is Love sweet Love”. “Ein Song, der uns in diesen schwierigen Zeiten tröstet.” Schon seit ihrer Kindheit hat Bilgeri eine große Leidenschaft für die Jazzmusik. “Seit ich denken kann, höre ich Jazz. Jazz ist eine eigene Welt, in der ich, sobald ich singe, Zeit und Raum vergesse. Es gibt mir das Gefühl, dass die Welt noch in Ordnung ist.”
Albumpräsentation “Studio Live Session” von Laura Bilgeri und Christoph Waibel: 13. Jänner 2022, um 20 Uhr im Hohenemser Löwensaal.