„Intendantin wir sich entscheiden müssen“

Kultur / 17.11.2021 • 21:23 Uhr
Impfpflicht Bei der Diskussion um die Coronaimpfung tritt man seit einem Jahr auf der Stelle.

Impfpflicht Bei der Diskussion um die Coronaimpfung tritt man seit einem Jahr auf der Stelle.

Walter Fink spricht in Vorarlberg live über unpopuläre Entscheidungen.

schwarzach Für eine Impfpflicht spricht sich VN-Kommentator Walter Fink in Vorarlberg live aus. „Man kann sich nicht mehr treffen, ohne über Corona zu sprechen“, formuliert Fink im Gespräch mit Moderator Marc Springer. Er versteht einfach nicht, warum viele den Ärzten, der Wissenschaft und den Virologen nicht trauen. Nur mit einem Impfzwang könne man die Pandemie in den Griff bekommen. In diesem Punkt sieht der studierte Philosoph die Politik in der Pflicht. „Sie muss sich einig sein und auch unpopuläre Entscheidungen treffen“, verlangt der pensionierte Kulturchef des ORF Vorarlberg bei der einjährigen Jubiläumssendung. 

Kulturbudget

Das Kulturbudget des Landes, das nach vielen Jahren der Erhöhung nun gekürzt wurde, wird seiner Einschätzung nach auch große Häuser wie das Vorarlberger Landestheater treffen. „Es ist seit Jahrzehnten chronisch unterdotiert. Die Intendantin wird sich entscheiden müssen, was gemacht wird“, erklärt Fink und denkt dabei an die gemeinsame Oper mit dem Symphonieorchester. Von der Stadt Bregenz könnte er sich vorstellen, dass sie Geld zuschießt. „Das Land finanziert Landesmuseum, Landestheater und Kunsthaus. Bregenz finanziert die Festspiele zu 25 Prozent, der Rest kommt von Bund und Land. Die Stadt könnte mehr tun“, so Fink.

Ich bin für eine Impfpflicht, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die Politik muss dafür unpopuläre Entscheidungen treffen.