Weltklassemusiker am Küchentisch

Personenkreis Die Montforter Zwischentöne wollen mit ihrem Programm neue Personengruppen ansprechen.
Kunstwerk bei Montforter Zwischentönen im Mittelpunkt.
schwarzach Die Montforter Zwischentöne werden heuer vom 4. November bis 1. Dezember stattfinden. Dadurch, dass die Veranstaltungsreihe heuer wieder über die Bühne gehen kann, zeigt sich Hans-Joachim Gögl, künstlerischer Leiter, im Gespäch mit „Vorarlberg live“-Moderator Pascal Pletsch erleichtert. „2020 haben wir kleine, aber viele Veranstaltungen gemacht. Wir haben auszuloten versucht, was möglich war“, erklärt Gögl. Für die Kulturschaffenden war die Coronazeit herausfordernd. Viele seien um ihre Engagements und Einkünfte umgefallen. Da die Veranstalter in Deutschland mit bis zu 50 Prozent weniger Ticketeinnahmen kämpfen, wurden die Montforter Zwischentöne heuer konservativ budgetiert. „Ich habe gerade erfahren, dass wir den Break-even-Point mit unseren Ticketverkäufen erreicht haben“, ist Hans-Joachim Gögl froh. Trotz derzeit steigender Coronazahlen ist der künstlerische Leiter optimistisch. Sie überlegen sich zwar, was sie machen, wenn Künstlerinnen und Künstler krank werden. Sie sind sich aber sicher, dass ein Lockdown vom Tisch ist.
Neue Formate
Ein Format der Veranstaltungsreihe wird auch wieder der Salon Paula sein. „Wir verleihen Künstler an Vorarlberger Haushalte. Diese können sich bewerben und haben so die Chance, Weltklassemusiker am eigenen Küchentisch zu erleben.“ Weitergeführt werden die „Bestattungsreden“. Heuer wird Robert Pfaller im Alten Hallenbad die Distanz zu Grabe tragen. Die Architektin Bianca Anna Böckle baut dazu eine Kapelle. Ein Zentrum bildet die Aufführung der h-Moll-Messe von Bach. „Bei dieser Veranstaltung machen wir eine Talkshow mit den Musikern. Folkert Uhde wird die Musiker interviewen“, verrät Gögl. Während der Aufführung wird ein Religionssoziologe drei kurze Predigten halten. Das Kunstwerk bleibt aber bei den Montforter Zwischentönen über vielfältige Zugänge im Mittelpunkt.
„Ich habe gerade vor Kurzem erfahren, dass wir den Break-even-Point mit unseren Ticketverkäufen erreicht haben.“