Puppen tanzen wieder

Kultur / 22.10.2021 • 18:11 Uhr
Die Kostüme der Monster und das Bühnenbild entwarf Iris Lerbscher-Hercher.   Adrian Biatel
Die Kostüme der Monster und das Bühnenbild entwarf Iris Lerbscher-Hercher.   Adrian Biatel

Das Puppentheater Hard widmet sich einem brandaktuellen Thema.

Hard Lange Zeit herrschte Stillstand, jetzt tanzen in der Kammgarn wieder die Puppen. Das Puppentheater Hard bringt mit „Emma und das Albträumchen“ einen Stoff auf die Bühne, der aktueller nicht sein könnte. Bei dem Stück handelt es sich um die Neuinszenierung von „Albträumchens Mutprobe, oder von Einem, der auszog das Monstern zu lernen“ aus dem Jahr 2011. „Eines unserer Lieblingsstücke“, sagt Regisseurin Iris Biatel-Lerbscher. Der Stoff für Kinder ab drei Jahren sei vor allem deswegen interessant, weil er die Themen Angst und Albträume behandelt und daher ideal in die Krisenzeit passe. Auch wenn das Thema Pandemie nicht explizit erwähnt wird, werden verschiedene Kinderängste beleuchtet, gleichzeitig aber auch besänftigt. „Es ist eine sehr liebevolle Herangehensweise an das Thema“, unterstreicht die Theatermacherin. 

Neue Studien zeigen, dass Albträume bei Kindern während der Pandemie sprungartig angestiegen sind. Diese Albträume erscheinen oft wie riesige, gruselige Monster. Das Stück erzählt vom Emma und dem Albtraummonster Tringel-Ling, die zwar aus verschiedenen Welten kommen, aber die gleichen Gefühle der Furcht, der Einsamkeit und des Anders-Seins erfahren. Als Schauspielerinnen stehen Sonja Biatel-Kassler, Angelika Büchele-Herburger, Martina Hädge, Nina Steiner, Heidi Woitsche auf der Bühne. Wesentlich für die Regisseurin ist es in dem Stück zu vermitteln, dass sich keiner für seine Ängste schämen muss. „Die Ängste sind einfach da und kommen, manchmal weil man nicht genau hinsieht, oder zu wenig weiß“, erklärt Iris Biatel-Lerbscher.

Musikalisches Rezept

Mit der Musik soll versucht werden, ein Rezept mitzugeben, was man gegen die Angst machen kann. Komponiert wurde sie von der Vorarlberger Sängerin Alex Sutter, Ossi Weber wird sie auf der Bühne live zum Besten geben.

Der Reiz am Figurentheater macht für Iris Biatel-Lerbscher vor allem die Tatsache aus, dass verschiedene Mittel des Theaters verwendet werden können. „Die Träume und Albträume beispielsweise werden mittels Schattentheater vermittelt.“ Die Puppe stelle darüber hinaus eine hervorragende Identifikationsfigur für Kinder dar.

Das Stück soll zum gemeinsamen Lachen, Mit-Singen und Diskutieren animieren. „Das gemeinsame Erlebnis von Kultur und der Austausch ist unwahrscheinlich wichtig und genau das versuchen wir den Kindern mit unseren Stücken zu bieten.“ VN-TAS

„Das Stück ist eine sehr liebevolle Herangehensweise an das Thema Ängste.“

Aufführungstermine “Emma und das Albträumchen” in der Kammgarn Hard: So. 24., Sa. 30., So. 31.10. und So. 7.11. 2021 jeweils um 15 Uhr, Karten: www.kammgarn.at