Lehrer, Künstler und Narren beim Kostümverkauf der Festspiele

Wir begleiteten Theatermenschen und Faschingsnarren zum Kostümverkauf der Bregenzer Festspiele.
BREGENZ Farbenfrohe Torero-Jacken, Legionärshelme, überdimensionale Pappmaschee-Köpfe, Schuhe, Stoffe und federleichte Hanteln: Der Kostüm- und Requisitenverkauf der Bregenzer Festspiele lockt am Freitag und Samstag in die Werkstattbühne, und das bei Weitem nicht nur Vorarlberger. Bereits um 10 Uhr wartet eine größere Gruppe Schaulustiger auf den Einlass (3G ist Voraussetzung).
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Francesca Motta unterrichtet an der Freien Schule in Lindau. Die 47-Jährige ist auf der Suche nach Ergänzungen für den Fundus der Schultheatergruppe und hat als Unterstützung sechs ihrer Schüler mit dabei. „Ich selbst war aber schon öfters persönlich hier auf dem Flohmarkt“, räumt sie ein. Dann geht es schon weiter, ein Affenkostüm wie auch die Hanteln wollen begutachtet werden.


Klassischere Wünsche hat Matthias Wronnar aus Konstanz. Der 57-Jährige sucht neue Uniformen für die Konstanzer Fasnacht und wurde schnell fündig, wie auch seine Begleitung. „Als geborene Fasnachter gibt es hier unglaublich viel Auswahl, wie Sie sehen“, verweist er stolz auf die gefundenen Paradeuniformen.

Doch der Fundus der Festspiele landet nicht nur in Schultheatern. Katrin Schneckenburger aus Ravensburg macht mit „Deine Bühne“ selbst Theater und stockt in Bregenz das eigene Lager auf. „Ich bin regelmäßig hier“, gibt die 48-Jährige zu. Fündig wurde sie bisher immer: „Von Kopf bis Fuß ist alles dabei.“

Letztes Mal ging Manuela Vonmetz mit einem Nixenkostüm für die Fasnatszeit nach Hause, nun sucht sie nach Materialien für Eigenkreationen. Bei der Stoffauswahl wurde sich auch fündig. „Ich komme immer, einfach weil es besondere Sachen gibt“, erklärt sie. Ihren Fokus kann sie dabei auf ein Wort beschränken: bunt.

Professionellere Bedürfnisse haben Ruth Franke und Christian Kurz. Sie betreiben mit zoom4you ein Fotostudio in Koblach, hier finden sie Kostüme und Requisitien für ihre Arbeit. Solche Abverkäufe sind daher ein Muss, aber ohne Kaufzwang. „Hier sind wir nun zum zweiten Mal“, erklärt Zoll. „Wir schauen einfach, was es gibt. Wenn wir etwas finden, dann ist es gut.“

Doch neben den erfahrenen Schnäppchensucher finden am Freitagvormittag bereits erste Gelegenheitssucher in die Werkstattbühne. Zu ihnen zählt der 59-jährige Lochauer Andreas Dietachmair. „Wir wollten schon länger einmal hierher kommen“, bestätigt er. Man kenne auch Leute bei den Festspielen, heute sei es sich endlich einmal ausgegangen.