Aktionstheater ist für den Nestroy-Preis nominiert

Kultur / 11.10.2021 • 21:06 Uhr
Für
Für “Kein Stück über Syrien“ wurde das Aktionstheater bereits ausgezeichnet. VN/HB

„Lonely Ballads“ und mehrere Burgtheater-Projekte haben überzeugt.

Dornbirn, Bregenz, Wien Die Produktion „Lonely Ballads“ von Martin Gruber und dem Aktionstheater Ensemble ist neben „Precarious Moves“ (Michael Turinsky) und „weiter leben“ (makemake) für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Off-Produktion“ nominiert. „In der Politik und zu einem guten Teil auch im Theater geht es wohl um die permanente Anstrengung, Masken und Fassaden zu konstruieren. Der Versuch, das nackte, einsame Individuum ohne eben diese Maske zu zeigen, wurde, so denke und hoffe ich, mit dieser Nominierung honoriert“, erklärte Martin Gruber. „Lonely Ballads“ wurde in Wien uraufgeführt und mittlerweile auch in Vorarlberg gezeigt. Im VN-Bericht nach der Uraufführung wurde das Wesentliche paraphrasiert: „Gruber weiß Ungeheuerliches zu platzieren, weiß, wie er über den Text und die Darstellung erspüren lässt, was in der öffentlichen Wahrnehmung gerade so läuft, was etwa das Themenpaket Message Control tangiert.“ Es handelt sich um die bereits dritte Nominierung des Ensembles nach „Pension Europa“ sowie „Kein Stück über Syrien“, wofür das Ensemble den Preis erhielt. Am 21. November werden die Sieger feststehen. Auffällig viele Burgheaterproduktionen (darunter Birgit Minichmayr und Bibiana Beglau in „Maria Stuart“) sind heuer in den Darsteller- und Regie-Kategorien nominiert. VN-cd

„Lonely Ballads“ thematisiert die Pandemie und die Politik. breitwieser
„Lonely Ballads“ thematisiert die Pandemie und die Politik. breitwieser