Preisgekrönt ins nächste Festspieljahr

Die Bregenzer Festspiele wurden für ihre Kulturvermittlungsprojekte und die Nachwuchsförderung ausgezeichnet.
Lindau, Bregenz „Dieser Preis bedeutet Sichtbarkeit und Anerkennung von außen“, erklärte Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink bei der Verleihung des Europäischen Kulturpreises an die Bregenzer Festspiele, den Intendantin Elisabeth Sobotka am Freitagabend im Stadttheater Lindau entgegennahm. Die Festspiele wurden für „ihre herausragende künstlerische Nachwuchsarbeit“ ausgezeichnet. Ebenfalls Preisträger sind die Stadt Lindau sowie der Boswiler Sommer in der Schweiz und die Organisation Religions for Peace mit Sitz in New York. Ziel der Kulturstiftung Pro Europa ist es, dem lebendigen Dialog zwischen den europäischen Staaten und Religionen Impulse zu geben und zu einem politikbegleitenden, vertrauensbildenden Kulturaustausch beizutragen. Frühere Preisträger sind die Berliner Philharmoniker, Jonas Kaufmann, Kurt Masur, Armin Müller-Stahl, Iris Berben und Anne-Sophie Mutter. In ihrer Laudatio führte Schöbi-Fink weiters aus, dass man oft über die großen, faszinierenden Produktionen spreche, während die Bemühungen der Festspiele in puncto Vermittlungsarbeit weniger im Rampenlicht stehen. Die konkreten Beispiele seien etwa auch neben dem Opernstudio, einem Podium für junge Künstler, sehr vielfältig.
Vorschau auf 2022
Dabei wurde bestätigt, dass es im kommenden Jahr neben den bereits bekannten Produktionen wieder eine Familienoper und Auftritte des international renommierten Vorarlberger Ensembles Die Schurken mit einem besonderen Jugendprojekt geben wird.
„Junges Publikum für die Inhalte zu sensibilisieren, heißt, dieses an Kunst heranzuführen.“
Die Bregenzer Festspiele 2022 beginnen am 20. Juli. Große Produktionen sind “Madama Butterfly” von Puccini auf dem See und “Sibirien” von Giordano im Festspielhaus.