Auszeichnung für ein Mosaik der Freiheit

Christoph Möllers erhält diesjährigen Tractatus-Preis des Philosophicum Lech.
Lech Seit 2009 würdigt der Verein Philosophicum Lech herausragende Publikationen aus dem Bereich der philosophisch-kulturwissenschaftlichen Essayistik mit Tractatus. Dank privater Sponsoren mit 25.000 Euro hoch dotiert, gilt die Auszeichnung als eine der renommiertesten auf diesem Feld im deutschsprachigen Raum. Der diesjährige Tractatus-Preisträger ist Christoph Möllers, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, dessen Buch „Freiheitsgrade. Elemente einer liberalen politischen Mechanik“ prämiert wird. In 349 essayistischen Kurzkapiteln „entwickelt Möllers ein Mosaik der Freiheit, wie es klarer und in seiner Vielfältigkeit dennoch schillernder nicht zu denken ist“, heißt es in der Begründung der Tractatus-Jury.
Das Buch löste weit über die Fachkreise hinaus große Resonanz aus, einzelne Aspekte von Christoph Möllers Ausführungen werden durchaus kontroversiell diskutiert, unbestritten bleibt dabei, dass die „Freiheitsgrade“ von geistiger Schärfe geprägt, von ihrer Struktur her in erfrischender Art außergewöhnlich sowie ein höchst wertvoller, inspirierender Beitrag zu politischen Debatten der Gegenwart sind. Damit erfülle das Buch die drei vorrangigen Kriterien für die Vergabe des Tractatus-Preises, nämlich die Relevanz des Themas, die gelungene sprachliche Gestaltung und die Originalität des Denkansatzes.
Verleihung beim Philosophicum
Unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann, dem wissenschaftlichen Leiter des Philosophicum Lech, berät die dreiköpfige Jury – bestehend aus der Philosophin Barbara Bleisch, dem Schriftsteller und ehemaligen Verleger Michael Krüger sowie dem Autor und Journalisten Thomas Vašek bereits im Frühjahr über die engere Auswahl, die schließlich in der Shortlist für den Tractatus-Preis mündet.
Der Tractatus wurde auf Anregung des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier ins Leben gerufen, um überragenden Publikationen auf dem immer wichtiger werdenden Feld geistiger Auseinandersetzung und Standortbestimmung verstärkt Geltung zu verschaffen. Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 24. September im Rahmen des Philosophicum Lech, das sich vom 22. bis 26. September 2021 unter dem Titel „Als ob! Die Kraft der Fiktion“ einem breiten Spektrum an zeitlosen wie auch hochaktuellen Fragen widmet.