“Es ist gut, jetzt in die Zukunft zu schauen”

Beim Festival Krumbach Klassik treten heuer zwei im Musikleben höchst erfolgreiche Geschwisterpaare auf.
Krumbach Ein vielschichtiges Programm, verteilt auf zwei Tage, so sieht der Neustart des Festivals Klassik Krumbach aus. Nachdem auch Natalia Sagmeister und Alex Ladstätter, die beiden Musiker und Initiatoren der Reihe, im letzten Jahr von der Pandemie gebremst wurden, ist die Vorfreude auf das, was das Vorarlberger Geschwisterpaar bzw. die Geigerin und der Klarinettist dem Publikum bieten wollen, groß. „Der heitere Hintergrund in der Serenade von Kodaly und das spritzigen Klarinettenquintett von Francaix mit seiner Leichtigkeit, schien uns passend zum Auftakt“, erklärt Ladstätter. „Die Werke von Weinberg und Brahms stehen dazu im Kontrast, aber man kann in Klängen schwelgen.“
Der Komponist Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) ließ die beiden Musiker nicht mehr los, seit sie bei den Bregenzer Festspielen die Oper „Die Passagierin“ sahen. Die szenische Erstaufführung des Werks liegt bereits über zehn Jahre zurück. Sie hat viele Musiker zur Auseinandersetzung mit Weinbergs Schaffen inspiriert. Für Krumbach haben sie ein Streichtio gewählt, das nach dem Tod des Komponisten wiederentdeckt wurde. Natalia Sagmeister: „Wir freuen uns sehr auf das gemeinsame Spiel.“
Erfolgreich unterwegs
Seit Donnerstag sind die Mitwirkenden im Bregenzerwald. Als zweiter Geiger wurde Sebastian Caspar engagiert, den das Krumbacher Publikum bereits kennt. Dass mit Alexander und Georgy Kovalev mit Cello und Bratsche ein weiteres Geschwisterpaar auf der Bühne steht, ist erstens ein reizender Zufall, zweitens handelt es sich bei beiden um Interpreten, die international erfolgreich unterwegs sind.
Ebenso wie Natalia Sagmeister und Alex Ladstätter. Die Geigerin wirkt nach Auftritten mit namhaften Kollegen weiterhin als Stimmführerin im Tonkünstler-Orchester und der Klarinettist pendelt in diesem Sommer wieder zwischen Salzburg und Vorarlberg, denn er sitzt bei den Festspielen nicht nur unter Franz Welser-Möst im Orchester für „Elektra“, sondern wird auch bei „La Damnation de Faust“ von Berlioz mitwirken. Wie es nach den vielen Lockdowns für den Vorarlberger bei den Wiener Philharmonikern und beim Staatsopernorchester weitergeht, wird sich weisen.
Krumbach Klassik will er auf keinen Fall aufgeben „Es ist gut, jetzt in die Zukunft zu schauen“, betonen beide. Man hat viele Ideen für das Festival. Wenn im nächsten Jahr auch wieder Kinderkonzerte möglich sind, soll die lockere Begegnung zwischen Künstlern und Publikum noch intensiver und umfangreicher werden. VN-cd
„Die Musiker freuen sich, dass sie heuer wieder kommen dürfen. Wir haben noch viele Ideen.“
Festival Klassik Krumbach in der Pfarrkirche Krumbach, 7. August ab 16.30 Uhr, 8. August, ab 11 Uhr: Werke von Kodaly, Francaix, Weinberg und Brahms