Zersprengen von Geschlechterrollen bei Filmfestival

Cannes Das war überfällig. Mit dem Horrorfilm „Titane“ gewann die Französin Julia Ducournau bei den 74. Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme – und ist in der Geschichte des Festivals damit erst die zweite Frau, deren Werk mit dem Preis geehrt wird. Das gelang zuvor nur der Neuseeländerin Jane Campion mit „Das Piano“. Im Mittelpunkt von „Titane“ steht Alexia, die schon als Kind ihren eigenen Kopf durchsetzen will. Der Film fasziniert mit seiner wilden Mischung aus Horror und Fantasie, mit dem Zersprengen von Geschlechterrollen, der Kritik an stoischer Männlichkeit und dem Feiern von weiblicher Stärke.
Der Österreicher Sebastian Meise erhielt für den Film „Die Große Freiheit“ den Jurypreis in der Sektion „Un Certain Regard“.