Historische Werke und neue Interpretationen

Bregenzer Meisterkonzerte starten mit hochkarätigem Programm neu durch.
Bregenz „Musik ist nicht, was in den Noten steht, sondern was die Musiker aus den Noten machen.“ Für Kulturstadtrat Michael Rauth ist das Zitat des Pianisten Igor Levit bezeichnend für die Bregenzer Meisterkonzerte. „Auch in diesem Jahr gibt es wieder historische Werke, neue Interpretationen und die Einbindung zeitgenössischer Kompositionen“, sagt Rauth bei der Programmpräsentation. Nachdem die letzte Konzertreihe coronabedingt nicht vollständig stattfinden konnte, starten die Meisterkonzerte im Oktober neu durch.
Den Auftakt zur Saison 2020/2021 gestaltet Fabio Biondis Ensemble Europa Galante, dass sich seit seiner Gründung 1989 zu einem der bedeutendsten italienischen Barockorchester etablierte. Im Gepäck hat er Werke des Violin-Virtuosen Antonio Vivaldi. Kulturserviceleiterin Judith Reichart hat für ein weiteres Konzert das Orchestre des Champs-Élysées und das Collegium Vocale Gent unter der Leitung von Philippe Herreweghe eingeladen. Gespielt wird Mozarts Sinfonie Nr. 40 in g-moll und die unvollendete Große Messe in c-moll. Die Interpretin der zentralen Sopranarie in der Messe wird die schweizerische Starsängerin Regula Mühlemann sein. Zu Gast sind auch die Wiener Symphoniker unter ihrem neuen Chef Andrés Orozco-Estrada. Sie spielen Haydns Sinfonia concertante für Violine, Violoncello, Oboe und Fagott, dazu Erich Wolfgang Korngolds Suite „Märchenbilder“ und die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski.
Jahrhundertwerk
Einen Höhepunkt bildet der Auftritt von Starpianist Igor Levit. Auf dem Programm steht die Interpretation eines Jahrhundertwerks, die „Passacaglia on DSCH“ des Komponisten und Pianisten Ronald Stevenson. Das 85-minütige Klavierwerk stellt sowohl den Musiker als auch die Zuhörer vor eine große Aufgabe. Auch das Radio Sinfonieorchester Berlin bereichert gemeinsam mit Stargeigerin Julia Fischer die Konzertreihe. Gespielt wird unter anderem ein „Andante“ von Sergej Prokofjew sowie die „Sinfonischen Tänze“ op. 45 von Sergej Rachmaninoff.
Den Abschluss der Saison gestalten die Nürnberger Symphoniker unter Ari Rasilainen, der eine Tondichtung seines Landsmannes Jean Sibelius präsentiert. Ergänzt wird das Programm durch die „Rokoko-Variationen“, ein „Andante cantabile“ von Tschaikowski und die „Dritte Symphonie“ des Komponisten Kurt Atterberg. VN-TAs
Meisterkonzerte Saison 2021/2022
14. Oktober Europa Galante, Leiter Fabio Biondi, Werke von Antonio Vivaldi
25. November Orchestre des Champs-Élysées und Collegium Vocale Gent, Leiter Philippe Herreweghe, Werke von Mozart, Sopranistin Regula Mühlemann
21. Jänner Wiener Symphoniker, Leiter Andrés Orozco-Estrada. Sinfonia concertante für Violine, Violoncello, Oboe und Fagott. Werke von Erich Wolfgang Korngolds und Modest Mussorgski
19. März Pianist Igor Levit, Passacaglia on DSCH von Ronald Stevenson
29. März Radio Sinfonieorchester Berlin, Leiter Vladimir Jurowski, Violine: Julia Fischer, Werke von Sergej Prokofjew, Sergej Rachmaninoff
30. April Nürnberger Symphoniker, Leiter: Ari Rasilainen, Werke von Jean Sibelius, Tschaikowski und Atterberg