Festspiele realisieren Opernrarität “Siberia”

Neben Puccinis “Madama Butterfly” auf dem See wird im Festspielhaus ein selten gespieltes Werk von Umberto Giordano umgesetzt.
Bregenz Dass im Sommer 2022 Puccinis Oper “Madama Butterfly” in der Inszenierung von Andreas Homoki auf die Seebühne kommt, ist längst bekannt. An sich war die Neuinszenierung für dieses Jahr geplant, doch Corona hat Verschiebungen des Programms verursacht. Auf dem See wird heuer die Wiederaufnahme der spektakulären “Rigoletto”-Inszenierung von Philipp Stölzl angeboten, was beim Publikum auch enormen Anklang findet. In Kombination mit “Madama Butterfly” hat sich Intendantin Elisabeth Sobotka für “Siberia” von Umberto Giordano entschieden. Das Werk im Stil des Verismo wurde im Dezember 1903 in Mailand uraufgeführt und erzählt ein Liebesdrama. Die Protagonistin Stephania, eine Kurtisane, verzichtet für ihren Geliebten auf ein Leben in Wohlstand. Sie folgt ihm in ein Gefangenenlager nach Sibirien, wo sich die Handlung tragisch zuspitzt.
Inszenieren wird Vasily Barkhatov, am Pult seht mit Valentin Uryupin jener Dirigent, der vor zwei Jahren im Bregenzer Kornmarkttheater die Produktion von “Eugen Onegin” musikalisch leitete.
In der Bregenzer Festspielchronik sind Opern von Umberto Giordano mehrmals vertreten. “Fedora” wurde im Festspielhaus inszeniert, “André Chénier” bleibt als geniale Umsetzung auf der Seebühne – inszeniert von Keith Warner – in Erinnerung.