Einblicke in das, was mehr als ein Jahr verboten war

Kultur / 07.06.2021 • 21:25 Uhr
Das Schultheater des Gymnasiums Egg zählt zu den sehr aktiven Gruppierungen. Im Bild eine Szene aus „Lysistrata - Make love not war“, frei nach Aristophanes. BERCHTOLD
Das Schultheater des Gymnasiums Egg zählt zu den sehr aktiven Gruppierungen. Im Bild eine Szene aus „Lysistrata – Make love not war“, frei nach Aristophanes. BERCHTOLD

Dornbirn Nina Fritsch hatte es vor gut einem Jahr richtig kalt erwischt. Sie hatte die Geschäftsführung des Landesverbandes für Amateurtheater übernommen, den Dagmar Ullmann-Bautz zuvor über Jahrzehnte mit großem Engagement geleitet hatte, und musste zusehen, dass plötzlich nicht nur Aufführungen und Proben verboten waren, sondern dass sich an dieser Tatsache bis jetzt nichts geändert hat. Wer kein ausgewiesener Profi ist, der darf nämlich laut neuen Pandemie-Verordnungen erst in wenigen Tagen wieder tätig werden. In einem Land, in dem sich die Amateure – das sind rund 150 Gruppen mit etwa 3600 aktiven Mitgliedern – längst auch anspruchsvoller Literatur widmen sowie gelegentlich mit Profi-Musikerinnen und Profi-Regisseurinnen und -Regisseuren zusammenarbeiten, wurde der Stillstand als besonders schmerzlich empfunden.

Während einige Gruppierungen umgehend mit den Proben beginnen und bald zu Premieren laden, geben insgesamt 18 Jugendgruppen (darunter einige Schultheatergruppen) nun am 9. Juni ganz unkonventionell unter freiem Himmel ein Lebenszeichen. In zehn Vorarlberger Gemeinden werden von 9.30 bis 14 Uhr kurze theatralische Auftritte realisiert. VN-cd

„Die Gruppen brennen darauf zu spielen. Einige beginnen demnächst mit den Proben.“

Aufführungen am 9. Juni, zwischen 9.30 und 14 Uhr: lva-theaterservice.at, vn.at