Die Verwirrungen des Online-Datings

Sachbuch Für Online-Dating braucht man ein dickes Fell. Da kann es zum Beispiel sein, dass man sich verliebt, und von einem Tag auf den anderen antwortet das Date nicht mehr. „Ghosting“ wird das in der Datingwelt genannt. Das andere Extrem ist nicht weniger unangenehm: Man kennt sich eigentlich kaum, hat sich vielleicht noch gar nicht getroffen, aber das Gegenüber schickt schon Liebesnachrichten. Der Fachbegriff hierfür: „Love Bombing“.
Man könnte inzwischen fast ein Lexikon mit den Phänomenen füllen, die das Online-Dating hervorgebracht hat. Die Autorinnen Katja Berlin und Anika Decker haben davon vermutlich auch schon manches erlebt oder zumindest mit Leuten darüber gesprochen. Ihre Beobachtungen veröffentlichen sie nun in „Nachrichten von Männern“, einem Buch, das sich mit viel Ironie der digitalen Kommunikation zwischen den Geschlechtern widmet. Die Annahme der beiden: Es gibt erstaunliche Parallelen in den Nachrichten, die Männer verschicken. Zeit also, eine Typologie zu entwickeln.
“Nachrichten von Männern”, Berlin & Decker, Ullstein, 192 Seiten.