Warum die Öffnungen den Blasmusikkapellen nichts bringen.

Kultur / 11.05.2021 • 21:30 Uhr
Warum die Öffnungen den Blasmusikkapellen nichts bringen.
Erst wenn weitere Öffnungsschritte erfolgen, wird es im Rahmen der diesjährigen Bregenzer Festspiele auch wieder ein Blasmusikcamp geben. VN/RP

Bei immer noch gültigen Abstandsauflagen sind keine Proben realisierbar.

Lochau Der österreichische Blasmusikverband hat die ab 19. Mai vorgesehenen Öffnungen zwar sehr positiv beurteilt, bei näherem Hinsehen heißt das für die rund 6000 Musikerinnen und Musiker im Land aber noch gar nichts, verdeutlicht der Vorarlberger Landesobmann Wolfram Baldauf die Situation auf Anfrage der VN. 20 Quadratmeter sind pro getesteter oder geimpfter Person zu bemessen. Die Wiederaufnahme der Tätigkeit in den Musikvereinen wäre somit nur möglich, wenn den Gruppierungen riesige Hallen zur Verfügung stünden.

Das ist in den Vorarlberger Gemeinden nicht der Fall. Dass es keine Alternative darstellt, wenn die Abstandsauflagen im Freien nicht gelten, dürfte klar sein. Baldauf hofft deshalb, dass die Verordnung den Verhältnissen so angepasst wird, dass die Kapellen zumindest bei mittlerer Besetzung arbeiten können. Bereits seit Beginn der Pandemie bzw. seit dem ersten Lockdown im März des vorigen Jahren mussten die Blasmusikvereine ihre Tätigkeit nahezu durchgehend einstellen.

Der Fokus von Wolfram Baldauf richtet sich nun auch auf die Bregenzer Festspiele, in deren Rahmen heuer wieder ein Blasmusikcamp eingerichtet wird, bei dem begabte junge Musikerinnen und Musiker aus der Region mit Mitgliedern der Wiener Symphoniker arbeiten.