David Pountney wurde für die Festspielleitung international ausgezeichnet

Der Regisseur und Intendant David Pountney erhielt den “Good Governance Award for Leadership in Opera”.
Bregenz, London Die erste Begegnung des Bregenzer Festspielpublikums mit dem britischen Regisseur David Pountney fand bereits in den 1990er-Jahren statt. Damals holte ihn Intendant Alfred Wopmann für die Seebühnen-Inszenierungen von „Der fliegende Holländer“, „Nabucco“ und „Fidelio“. Später inszenierte er auch Opern im Haus und im Jahr 2004 übernahm er die Intendanz, die er bis 2014 innehatte und mit einer vielbeachteten Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“ auf dem See beendete. Im Rahmen der Internationalen Opera Awards wurde Pountney nun mit dem „Good Governance Award for Leadership in Opera“ ausgezeichnet, konkret geehrt wurde er dabei von einer Fachjury für die erfolgreiche Leitung der Bregenzer Festspiele und der Welsh National Opera.
Michael Diem, kaufmännischer Direktor der Bregenzer Festspiele, der mit Pountney zusammenarbeitete, bezeichnete ihn gegenüber den VN als „wichtige Persönlichkeit“ für das Unternehmen. So wie er als Regisseur einen Plan hatte, so habe er auch als Führungskraft und Geschäftsführer agiert. Klarheit, Transparenz und Offenheit habe ihn ausgezeichnet, er sei einem Weg gefolgt und diesen Weg sei man gerne mit ihm gegangen.

Als Intendant der Bregenzer Festspiele hat David Pountney die Seebühnenaufführungen weiterentwickelt, im großen Festspielhaus war das Programm nicht nur von Opernraritäten, sondern auch von Ur- und Erstaufführungen gekennzeichnet. Die international größte Beachtung erhielt er mit der Wiederentdeckung und szenischen Erstaufführung der Oper „Die Passagierin“ von Mieczyslaw Weinberg nach der Novelle von Zofia Posmysz, einer Autorin, die im KZ Auschwitz-Birkenau inhaftiert war und die Schrecknisse sowie die Verdrängung in der Nachkriegszeit thematisierte. Diese Produktion wurde in Pountneys eigener Inszenierung von Opernhäusern in verschiedenen Ländern übernommen.
