Schnell parat mit guten Lösungen

Kultur / 27.04.2021 • 22:32 Uhr
„Alle meine Söhne“ sind am Start. Köhler
„Alle meine Söhne“ sind am Start. Köhler

Kulturmacher haben Möglichkeiten ergriffen und bislang keine Infektionen verursacht.

Bregenz Fünf Mal muss Bernhard Lampert ein Konzertprogramm aufführen, bis alle Abonnenten des Concerto Stella Matutina davon profitieren können. Ein Programm mit großer Orchesterbesetzung ist somit absolut unfinanzierbar. Von Wirtschaftlichkeit kann auch bei einem kleineren Ensemble nicht die Rede sein, um die Musikfreunde nun aber nicht noch länger darben zu lassen, bietet das CSM Mitte Mai Aufführungen an – fünf Mal hintereinander. Dass Lampert weitere Öffnungsschritte herbeisehnt, ist leicht nachzuvollziehen.

Man sei schnell parat mit guten Lösungen, lobt Winfried Nussbaummüller, Leiter der Kulturabteilung des Landes, die Kulturmacher, die bei einer Beschränkung von maximal 100 Besuchern, Zutrittstests und dem Verbot von Abendveranstaltungen seit Wochen einiges schultern, aber in der Modellregion Vorarlberg trotz Pandemie zumindest aktiv sein dürfen. Das Landestheater hat die nächste Produktion, „Schlafes Bruder“ nach dem Roman von Robert Schneider, mitunter zwei Mal täglich auf dem Spielplan. Sobald der Zuschauerraum zur Hälfte besetzt werden darf, findet die Premiere von „Alle meine Söhne“ von Arthur Miller statt, dann folgen „Die Vögel“ von Aristophanes, im Juni will man das Franz-Michael-Felder-Stück von Maximilian Lang und den „Woyzeck“ erneut zeigen, das verschobene Gastspiel „King Size“ von Christoph Marthaler soll sich ebenfalls ausgehen, und dann folgt die Uraufführung von „Ihr seid bereits eingeschifft“ von Silvia Costa.

Präventionskonzepte wirken

Dem Theater Kosmos bringen die für 19. Mai angekündigten Öffnungsschritte aufgrund der Saalgröße nichts. Vor kleiner Besucherschar bietet man die Uraufführungen von „Supa Hell“ von Sophie Blomen und Max Reiniger sowie „Die Ungetrösteten“ von Armin Wühle an. Sobald in anderen Bundesländern die Theater offen sind, kommt die Bregenzer Produktion von „Lamm Gottes“ von Michael Köhlmeier nach Salzburg. Dass es mit den Tanzaufführungen im Rahmen des Festivals Bregenzer Frühling nichts wird, hat sich abgezeichnet. Wenn das Festspielhaus zu 50 Prozent besetzt werden darf, hat Judith Reichart, Leiterin des Kulturservice, ein Konzertprogramm in petto. Wichtig bleibt, dass die Präventionskonzepte wirken. Bislang gab es, wie die Theaterleiter und Veranstalter bestätigen, keine Hinweise auf Infektionen.

„Wenn wir 50 Prozent der Plätze besetzen dürfen, gibt es bis Juni einen intensiven Spielplan.“

Wir werden weiterhin nur 100 Personen zulassen dürfen, bieten aber dennoch einiges an.

Zieht nach Salzburg: „Lamm Gottes“. VN/RP
Zieht nach Salzburg: „Lamm Gottes“. VN/RP
Das Concerto Stella Matutina tritt fünf Mal auf, um alle Abonnenten begrüßen zu können. orchester
Das Concerto Stella Matutina tritt fünf Mal auf, um alle Abonnenten begrüßen zu können. orchester