aus der kulturszene
Lilli Hollein wird MAK-Chefin
Wien Lilli Hollein wird Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Museum für Angewandte Kunst Wien (MAK). Die 48-jährige Designexpertin war als Favoritin für die Nachfolge von Christoph Thun-Hohensteins genannt worden. Das MAK verfügt über einen Teil des Nachlasses von Lilli Holleins Vater, des Architekten Hans Hollein (1934-2014). Lilli Hollein habe angekündigt, künftig alle Entscheidungen darüber dem Kuratorium des Museums zu überlassen. „Ich bin der Meinung, es darf für hoch qualifizierte Töchter berühmter Väter keine beruflichen Nachteile geben“, sagte Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer.
NS-Raubkunst
wird restituiert
München Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben ein von den Nazis geraubtes spätmittelalterliches Kunstwerk an die Erben der Kunsthandlung A. S. Drey zurückgegeben. Die Darstellung des heiligen Florian von 1480 hing jahrelang in der Staatsgalerie in Burghausen. „Mit der Restitution an die rechtmäßige Erbengemeinschaft soll das große Unrecht, das die Familien Drey und Stern durch die Nationalsozialisten erfahren mussten, öffentlich anerkannt werden“, sagte Kultusminister Bernd Sibler.
Kinderfilmpreis
für „The Crossing“
Erfurt Die norwegische Produktion „The Crossing“ ist zum besten europäischen Kinderfilm gekürt worden. Rund 3600 Juroren im Alter von 12 bis 14 Jahren aus ganz Europa hatten über den Gewinner des Europäischen Kinderfilmpreises EFA Young Audience Award abgestimmt, wie die Deutsche Kindermedienstiftung „Goldener Spatz“ mitteilte. Der Film von Regisseurin Johanne Helgeland erzählt die Geschichte von Gerda und ihrem Bruder Otto, die den jüdischen Kindern Sara und Daniel bei der Flucht vor den Nazis nach Schweden helfen.