Es soll ein würdiges Jubiläum sein

Planungen für die Festspielsaison 2021 laufen, erste Veranstaltung findet im Mai statt.
Bregenz Der im Jänner vorgesehene Einblick in die Oper „Wind“ des Vorarlberger Komponisten Alexander Moosbrugger musste abgesagt werden. Er findet nun am 3. Mai, 19 Uhr, im Kunsthaus Bregenz statt. Dabei sind bereits die ersten Klänge aus dem Stück zu hören.
Im Mittelpunkt der Oper steht die Liebesgeschichte der Hauptfiguren im 1499 unter dem Titel „Hypnerotomachia Poliphili“ erschienenen Roman von Franceso Colonna. Moosbrugger vertont Teile daraus für Stimmen, ein Streichquartett, Elektronik und die eigens für die Werkstattbühne entwickelten Orgel. Die Premiere soll am 19. August stattfinden.
„Wir sind dabei, eine umfangreiche Festspielsaison bzw. eine würdiges 75-Jahr-Jubiläum zu planen“, erklärte Michael Diem, der kaufmännische Direktor, am Montagnachmittag im Gespräch mit den VN. In Vorbereitung ist somit die Wiederaufnahme von Verdis „Rigoletto“ auf dem See, die Neuinszenierung der Opern „Nero“ von Boito und „Die Italienerin in Algier“ von Rossini auf den Innenbühnen sowie die Schauspielpremiere „Michael Kohlhaas“ nach der Novelle von Kleist. Dazu kommen mit der erwähnten Oper „Wind“ von Alexander Moosbrugger und „Upload“ des Niederländers Michel van der Aa zwei Opernuraufführungen und die Uraufführung des Dramas „Lohn der Nacht“ von Bernhard Studlar, die in Kooperation mit dem Theater Kosmos realisiert wird. Mit Konzerten samt einer halbszenischen Variante der Wagner-Oper „Das Rheingold“, einem Musiktheater für Jugendliche sowie einem Beitrag des Vorarlberger Landestheaters ist das Angebot groß.
Präventionskonzept
Insgesamt wurden rund 230.000 Karten aufgelegt. Nach der wegen der Pandemie notwendig gewordenen Absage der Festspiele im Sommer 2020 könne noch nicht beziffert werden, welche möglichen Besucherbeschränkungen vom Unternehmen ökonomisch zu verkraften und aus künstlerischer Perspektive vertretbar wären. Vorgaben von den Behörden gibt es noch nicht. Allein rund 80.000 Besucher haben ihr Ticket für „Rigoletto“ für die Saison 2021 umbuchen lassen, präzisiert Diem die Ausgangslage. „Personalisierte Tickets und zugewiesene Sitzplätze, das sind andere Voraussetzungen als bei einem großen Stehkonzert.“ Bei den Präventionskonzepten hat die Festspielleitung das gesamte Areal im Auge und kann auf das bei den Festtagen im Sommer 2020 entwickelte System aufbauen. Im Besonderen geht es darum, die Zugänge zur Seetribüne sicher zu machen. VN-cd
„Wir arbeiten daran, die Zugangslogistik zur Seebühne zu optimieren.“

