Unterwegs mit Werken der Komponistin Maria Bach

Weitsicht macht es möglich: Vorarlberger Ensemble konzertierte trotz Corona in Luxemburg.
Bourglinster Die Verpflegung wurde per Lunchbox gereicht, aber was macht das schon, wenn man hocherfreut feststellen darf, dass sich das kleine Land Luxemburg als in der Tat große Kulturnation erweist. Dort sind die Corona-Auflagen so gestaltet, dass Live-Konzerte aufgrund der absolut geringen Ansteckungsgefahr möglich sind, während die Restaurants noch geschlossen bleiben. Die Einladung an Klaus Christa, Vorarlberger Musiker sowie Leiter der Pforte-Konzertreihe, und sein Ensemble bestand bereits seit mehr als einem Jahr. Die Vorarlberger, die den Luxemburger Veranstaltern bei CD-Aufnahmen in Stuttgart auffielen, hatten eine Trouvaille im Gepäck, nämlich Werke der lange verkannten österreichischen Komponistin Maria Bach (1896-1978).
Neben einem Streichquintett aus dem Jahr 1936 von Bach wurde beim Konzert auf Schloss Bourglinster das Streichquintett in C-Dur (D 956) von Schubert gespielt. Die Dankbarkeit des Publikums, wieder Musik erleben zu dürfen, war spürbar, erzählt Klaus Christa den VN. Selbstverständlich mussten Masken getragen und auf Abstände geachtet werden. Er hofft, dass er angesichts strenger Präventionskonzepte auch in Vorarlberg bald wieder auftreten darf. VN-cd